Allgemein, GROSSE SCHÜTZEN KLEINE

Steirische Volksschüler:innen sicher unterwegs mit Rollern, Skates und Boards

v. l. n. r.: M. Köhl (VS St. Michael), S. Nageler, I. Kern (beide Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE), M. Becker (VS St. Michael), C. Mandl (AUVA-Landesstelle Graz) mit den begeisterten Schüler:innen

Pressemitteilung – 12. Mai 2026

 

Sport- und Spielgeräte auf Rollen sind bei Kindern äußerst beliebt. Neben all den positiven Effekten auf Gesundheit, Fitness und Geschicklichkeit bergen die kleinen Rollen ein nicht unerhebliches Unfallrisiko: So werden in der Steiermark rd. 600 Kinder (0–14 J.) jährlich nach Unfällen mit Micro-Scootern/Kleintretrollern, Boards und Skates im Krankenhaus behandelt. Um die Bewegungsfreude der Kids zu fördern und gleichzeitig das Unfallrisiko mit diesen Geräten zu senken, hat der Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE mit Unterstützung der AUVA-Landesstelle Graz heuer Workshops für rd. 300 Schüler:innen an sieben Volksschulen in der ganzen Steiermark durchgeführt.

 

Sämtliche Fortbewegungsgeräte auf Rollen, wie Micro-Scooter, Boards, Skates & Co., sind aus dem Alltag der Kids nicht mehr wegzudenken. Viele Schüler:innen legen damit auch ihren Schulweg zurück. Mit diesen Geräten unterwegs zu sein, macht nicht nur großen Spaß, sondern hat auch zahlreiche positive Auswirkungen auf Geschicklichkeit, Fitness und Gesundheit.

Die Kehrseite der Medaille: Etwa 600 Kinder (014 J.) werden in den steirischen Spitälern jährlich nach Unfällen mit Scootern/Rollern, Boards und Skates behandelt. Der Großteil dieser Unfälle passiert mit dem Micro-Scooter/Kleintretroller, 13 % mit Boards und rund 11 % mit Skates.

 

Was oft nicht so weit verbreitet ist, ist das konkrete Wissen, wo man mit den jeweiligen Geräten überhaupt fahren und ab welchem Alter man damit alleine unterwegs sein darf. „Klarheit in den ‚Bestimmungsdschungel‘ zu bringen, über Unfallgefahren aufzuklären und die Fahrkenntnisse der Kinder zu fördern, ist Ziel des GROSSE SCHÜTZEN KLEINE-Workshops ‚Sicher unterwegs auf Rollen‘. Wir wollen die Schüler:innen animieren, den Spaß an Bewegung und Sport für sich zu entdecken. Gleichzeitig zeigen wir ihnen, dass Spaß und Sicherheit sich nicht gegenseitig ausschließen – ganz im Gegenteil!“, betont Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz.

Das Workshop-Highlight für die Kids ist der Parcours, bei dem es u. A. Rampen und Slaloms zu bewältigen gilt. Agnes Lackner, Projektleiterin beim Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE: „Übung macht den Meister: Der Parcours ist eine wertvolle Übungsmöglichkeit für die Kinder, um mehr Sicherheit beim Fahren zu erlangen. Durch spielerisches Training lernen sie, Hindernisse besser zu meistern, schneller zu reagieren und dadurch ihr Unfallrisiko im Straßenverkehr zu senken.“

 

Finanziert von der AUVA-Landesstelle Graz konnte GROSSE SCHÜTZEN KLEINE in diesem Projektjahr Workshops für rd. 300 Kinder der dritten und vierten Schulstufe an sieben Volksschulen steiermarkweit durchführen. „Damit Schüler:innen den Schulweg mit Scooter & Co. möglichst unfallfrei zurücklegen können, ist es unbedingt nötig, sie im Umgang damit entsprechend zu schulen. Denn nur wer ‚sein Werkzeug‘ beherrscht, schafft den richtigen und sicheren Umgang damit. Auch das richtige Tragen der passenden Schutzausrüstung ist von immenser Wichtigkeit“, betont Christoph Mandl, BEd vom Unfallverhütungsdienst der AUVA-Landesstelle Graz.

 

„Die Kinder hatten großen Spaß und konnten gleichzeitig viel Wichtiges für ihre Sicherheit im Straßenverkehr lernen. Besonders gut gefallen hat die Mischung aus Theorie und Praxis.“

Miriam Becker, VS St. Michael in der Obersteiermark

 

Wichtige Sicherheitstipps

  • Schutzausrüstung tragen (Helm und je nach Gerät: Handgelenk-, Ellbogen- und Knieschützer)
  • Richtige Größe des Sportgeräts wählen, auf (ev. gesetzlich verpflichtende verkehrs-)sichere Ausstattung achten
  • Sich langsam ans Fahren mit neuen Geräten herantasten
  • Sich informieren, wo man ab welchem Alter mit welchem Gerät unterwegs sein darf und was man dabei beachten muss
  • Ablenkungen (Stichwort Handy) vermeiden
  • Vorbildfunktion/Sicherheitskultur in der Familie bedenken

„Sicher unterwegs auf Rollen“ wird finanziert von der AUVA-Landesstelle Graz.