Pressemitteilung – 18. Februar 2026
Rodeln und Bobfahren zählen zu den beliebtesten Winteraktivitäten bei Kindern – gleichzeitig wird das Verletzungsrisiko häufig unterschätzt. Die Daten der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz zeigen, dass Unfälle mit Rodel, Schlitten und Bob acht Prozent aller Wintersportunfälle bei 0- bis 14-Jährigen ausmachen. Fast jede zweite Verletzung ist schwer, jedes vierte Kind erleidet eine Kopfverletzung. Der Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE appelliert daher an Eltern und Begleitpersonen, auf geeignete Ausrüstung – insbesondere einen Wintersporthelm – sowie auf sichere Streckenwahl und verantwortungsbewusstes Verhalten zu achten.
Rodeln und Bobfahren sollen Freude bereiten und gemeinsame Wintererlebnisse schaffen. Die Gefährlichkeit dieser Wintersportarten wird jedoch oftmals unterschätzt. Die Daten der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz aus den Jahren 2022–2024 zeigen: Von insgesamt 1.319 behandelten Wintersportunfällen bei 0- bis 14-Jährigen entfielen 99 Fälle (rd. 8 Prozent) auf Rodel-, Schlitten- und Bobunfälle.
„Rodeln und Bobfahren sind wunderbare Winteraktivitäten, doch sie enden auch regelmäßig mit schweren Verletzungen“, so Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz. „Mit der richtigen Ausrüstung, einer sicheren Strecke und verantwortungsbewusstem Verhalten ließe sich ein guter Teil dieser Unfälle verhindern.“
Häufige Verletzungen und Unfallursachen
Besonders häufig von Verletzungen betroffen sind Beine/Füße und Arme/Hände. Knochenbrüche, Verstauchungen und Prellungen zählen zu den typischen Diagnosen. Auch Kopfverletzungen treten relativ häufig auf, insbesondere bei Kollisionen oder hohen Geschwindigkeiten.
Die Auswertung der Daten der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz zeigt:
- 48 Prozent der Verletzungen sind als schwer einzustufen.
- 25 Prozent betreffen den Kopf.
- Das Durchschnittsalter der Verunfallten ist mit knapp 9 Jahren im Vergleich mit anderen Wintersportarten am niedrigsten.
- Mädchen und Burschen sind im gleichen Ausmaß unter den Unfallopfern vertreten.
Zu den häufigsten Gefahrenquellen zählen glatte, eisige Strecken, Hindernisse – oft Bäume – entlang der Strecke sowie Schwierigkeiten beim gleichzeitigen Lenken und Bremsen.
Sicherheitstipps für ungetrübten Rodelspaß
„Ein gut sitzender Wintersporthelm, Handschuhe und hohe, feste Schuhe sind die Grundausstattung, um sicher mit Rodel, Schlitten, Bob und ähnlichen Geräten unterwegs zu sein. Zu bevorzugen sind Strecken ohne Hindernisse. Man sollte auf genügend Auslauf achten und Straßen tunlichst meiden. Besondere Vorsicht gilt bei schwer steuerbaren Geräten, die sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen können, wie etwa Rutschtellern oder Snowtubes“, betont Till.
Ebenso entscheidend ist das richtige Verhalten auf der Strecke:
- Hinweisschilder/Streckenregeln beachten
- Ausreichend Abstand zu anderen halten
- Kleine, unerfahrene Kinder nicht alleine rodeln lassen
- Beim gemeinsamen Rodeln sollte das Kind hinter dem Erwachsenen sitzen.
- Sitzen, nicht in Bauchlage fahren
- Richtiges Bremsen: komplette Fußsohle dicht neben den Kufen auf die Bahn setzen
- Nach einem Sturz die Strecke möglichst rasch verlassen
- Den Aufstieg ausschließlich am Streckenrand durchführen
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