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Eislaufen und Eishockey: Helm und Handschuhe schützen vor schweren Verletzungen

Pressemitteilung – 15. Jänner 2026


Eislaufen ist eine tolle Winterbeschäftigung für Kinder, die unbedingt gefördert werden sollte. Doch wenn die Temperaturen sinken und sich Teiche und Seen in spiegelnde Eisflächen verwandeln, steigt auch die Patientenzahl in den Spitälern. Viele Verletzungen könnte man mit Helm und dicken Handschuhen verhindern.

 

In Österreich werden pro Jahr bis zu 3.000 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren nach einem Eislaufunfall im Krankenhaus behandelt. Steiermarkweit sind es rund 400.

Das Durchschnittsalter ist mit gut 10 Jahren relativ hoch. Etwa ein Drittel der Verletzungen ist medizinisch als „schwer“ einzustufen.

Mit Abstand am häufigsten verletzen sich die jungen Eisläufer:innen an Armen und Händen (Frakturen, Schnittverletzungen). Auch der Kopf und die unteren Extremitäten sind oftmals betroffen.

„Das klassische Unfallmuster bei Anfänger:innen ist, dass sie nach hinten stürzen und sich dabei am Kopf verletzen. Fortgeschrittene Eisläufer:innen fallen eher nach vorne und ziehen sich dabei u. a. Knieverletzungen und Unterarmfrakturen zu“, weiß Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz und Präsident von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE.

Verletzen sich Kinder beim Eishockeyspielen, dann auch oftmals im Gesicht. Vor allem Nasen- und Zahnverletzungen kommen regelmäßig vor.

Die gute Nachricht: Einfache Sicherheitsvorkehrungen und das Tragen von Schutzausrüstung (passender Wintersporthelm, dicke Handschuhe, spezielle Eishockey-Ausrüstung) reichen oft aus, um schwere Verletzungen zu vermeiden!

 

GROSSE SCHÜTZEN KLEINE Sicherheitstipps:

  • Wintersporthelm tragen! Ein Radhelm bietet, vor allem für den Hinterkopf, keinen ausreichenden Schutz!
  • Für Anfänger:innen empfiehlt sich das Tragen von Knie- und Handgelenksschützern wie beim Inlineskaten.
  • Immer Handschuhe tragen – ansonsten drohen Schnittverletzungen!
  • Fürs Eishockey empfiehlt sich ein Helm mit Visier sowie Finger- und Schienbeinschützer.
  • Brems- und Falltechnik lernen
  • In dieselbe Richtung fahren wie die Menge verhindert Kollisionen
  • Rücksicht auf andere nehmen
  • Nicht abrupt auf der Eisfläche stehenbleiben
  • Nach Sturz möglichst bald wieder aufstehen (über Knien), sich zum Rand bewegen
  • Einbruchgefahr in Seen/Teichen bei beginnendem Tauwetter beachten
  • Schliff der Eislaufkufen regelmäßig überprüfen. Ungeschliffene Kufen fördern das Ausrutschen und damit den Sturz. Kunsteis ist noch glatter als Natureis.