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Sichtbarer ist sicherer: Im Winter verunfallen doppelt so viele Kinder morgens am Schulweg

Mit Reflektoren ist Ihr Kind aus 150 m Entfernung sichtbar, dunkel gekleidet aus nur 25 m. Foto: AdobeStock

Pressemitteilung
zum Internationalen Tag des Lichts am 5. November


In den Wintermonaten ist das Unfallrisiko für SchülerInnen, die zu Fuß unterwegs sind am Morgen doppelt so hoch wie im Sommer.
Zum Internationalen Tag des Lichts macht der Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE darauf aufmerksam, dass dunkel gekleidete Kinder von AutolenkerInnen erst aus etwa 25 Metern Entfernung wahrgenommen werden können. Also erst dann, wenn es oftmals zu spät ist, um einen Unfall zu verhindern. Mit Reflektoren an Kleidung und Schulrucksack ist Groß & Klein hingegen bereits aus ca. 150 Metern sichtbar.

Nebel, Nieselregen, Sprühfontänen, Dämmerung, Dunkelheit und Lichtstreuung erschweren AutolenkerInnen das Erkennen von FußgängerInnen. Sicherheit im Verkehr ist also nur möglich, wenn beide „zusammenarbeiten“.

 

Mit diesen SicherheitsTIPPS sind Kinder bei schlechten Sichtverhältnissen gut geschützt

  • Auf Reflektoren und Winterjacken in auffälligen Farben setzen!

Besonders gut wirken Reflektoren auf der Bekleidung (vor allem auf Armen und Beinen, da diese beim Gehen in Bewegung sind), auf Schultaschen, Rucksäcken und Schuhen. Beim Kauf von Reflektoren auf die EN-Nummer 13356 achten – diese bürgt für einen besonders hohen Rückstrahlwert. Die Schultasche sollte zu mind. 20 % aus fluoreszierendem und zu 10 % aus reflektierendem Material bestehen – für diese Ausstattung steht die DIN-Norm 58124. Beim Winterjacken-Kauf gilt: Knallige Farben und Muster sind Trumpf!

  • Kinder glauben: „Wenn ich das Auto sehe, sieht der/die AutofahrerIn mich auch!“

Ein Kind geht oftmals davon aus, dass der/die AutofahrerIn es sieht, sobald es selbst das Licht des Autos sieht. Reden Sie mit Ihrem Kind über diesen altersbedingten Irrglauben!

  • Zebrastreifen benützen!

Wenn es einen Zebrastreifen gibt, muss dieser beim Überqueren der Straße immer benutzt werden. Erklären Sie Kindern, dass sie sich dennoch unbedingt vergewissern sollen, dass herannahende Autos auch tatsächlich anhalten!

  • Links gehen, Gefahr sehen!

Auf Freilandstraßen (meist kein Gehsteig und keine Beleuchtung) unterschätzen AutolenkerInnen tendenziell die Möglichkeit, dass FußgängerInnen unterwegs sein könnten und fahren daher oft trotz eingeschränkter Sicht sehr schnell. Wenn es keinen Gehsteig gibt, gilt: Links gehen, Gefahr sehen!

  • Sicherheits-Check fürs Fahrrad

Wenn Kinder mit dem Rad unterwegs sind: Achten Sie darauf, dass dieses den gesetzlichen Vorgaben entspricht (Reflektoren)! Beleuchtung sollte immer mitgeführt werden – oft wird man von der frühen Dämmerung überrascht!

 

Wir Großen sind verantwortlich für die Sicherheit unserer Kleinen!


“Aufpassen!”, “Nur bei grün über die Straße gehen!”, “Nach links und rechts schauen!” -Verhaltensregeln für Kinder gibt es genug. Verantwortlich für die Sicherheit der Kinder sind aber immer wir Großen!

Deshalb hier die wichtigsten Regeln für AutolenkerInnen:

 

  • Kinder sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen!

Jedes noch so spontane oder unvernünftige Verhalten des Kindes muss jederzeit einkalkuliert werden. Laut StVO müssen Sie Kindern immer und überall das Queren der Fahrbahn ermöglichen – nicht nur bei Ampel, Zebrastreifen & Co und selbst, wenn diese in Begleitung Erwachsener unterwegs sind!

  • Langsam fahren!

AutofahrerInnen müssen überall, wo mit Kindern zu rechnen ist, langsamer fahren. Bitte auch auf Landstraßen beachten: bei schlechten Sichtverhältnissen runter vom Gas!

  • Längere Anhaltewege!

Durch Nässe/Glätte und Laub ist der Bremsweg länger. Kalkulieren Sie dies mit ein!

  • Auf das richtige Licht achten!

Wenn ihr Auto das Licht automatisch einstellt, stellen Sie dennoch sicher, dass diese Einstellung die optimale für die jeweilige Wetterlage ist! Bei schlechter Sicht durch Nebel, Regen oder Schneefall kann es aufgrund der Umgebungshelligkeit passieren, dass die Lichtautomatik nicht reagiert!

  • Achtung Schulbus!

Hat ein Bus, der mit einer orangen Schülertransporttafel gekennzeichnet ist, die Alarmblinkanlage und zusätzliche Warnleuchten eingeschaltet, gilt für den nachkommenden Verkehr absolutes Vorbeifahrverbot!