Sicherheitstipp des Monats

präsentiert vom Sicherheitsbären & Captain Zurich

Tipps zum Schutz Ihres Kindes beim Reiten:

Daten und Fakten rund um Unfälle mit Pferden*

 

Rund 1.800 Kinder- und Jugendunfälle in Zusammenhang mit Pferden werden jährlich an Österreichs Spitälern behandelt. In den letzten Jahren ist diese Zahl deutlich gestiegen. Unfälle in Zusammenhang mit Pferden, meist handelt es sich um Reitunfälle, führen überdurchschnittlich häufig zu schweren Verletzungen und stationären Aufenthalten. Mit einigen Sicherheitstipps lässt sich das Unfallrisiko senken.


Die Unfälle mit Pferd lassen sich in drei Gruppen einteilen. 72 % der jungen Unfallopfer verletzen sich beim Reiten, 24 % beim Umgang mit dem Pferd an sich und 4 % beim Voltigieren. Pferde und Reitsport sind offensichtlich für Mädchen äußerst attraktiv. Infolgedessen sind auch knapp 96 % der behandelten Kinder und Jugendlichen weiblich. Der  Altersschnitt bewegt sich um die 12 Jahre. Markant ist bei Reitunfällen außerdem, dass die Anzahl der „Unfallwiederholer:innen“ mit 11,4 % fast viermal so hoch ist wie im klinischen Gesamtgut.

Die schweren Verletzungen betreffen bei Unfällen mit Pferden vor allem die Arme und Hände sowie auch überdurchschnittlich oft den Kopf. Der Anteil an schweren Verletzungen ist vor allem beim Reitsport mit knapp 40 % und einer stationären Aufnahmequote von 17 % sehr hoch. Bei Reitunfällen finden sich Frakturen mit 27 % am häufigsten, gefolgt von Schädel-Hirn-Traumata und Bänderrupturen. Beim Umgang mit dem Pferd jenseits vom Reitsport beläuft sich der Anteil an schweren Verletzungen auf 22 %, beim Voltigiersport auf 29 %. Bei der Unfallgruppe „Umgang mit dem Pferd“ werden die Beine und Füße mit knapp 50 % (hinaufsteigen des Pferdes auf den Fuß) am häufigsten verletzt. Beim Voltigieren sind ebenfalls die Beine und Füße mit 37 % am häufigsten von Verletzungen betroffen.

Beim Reiten sind 90 % der Verletzungen auf den Sturz vom Pferd zurückzuführen. In der Unfallkategorie „Umgang mit dem Pferd“ handelt es sich vor allem um einen Tritt vom Pferd (38 %), gefolgt von „Pferd auf Fuß/Hand gestiegen“ (33 %). Danach folgen mit je 9 % der Biss vom Pferd und die Verletzung durch Zügel/Zaumzeug. Beim Voltigieren entfallen 71 % auf den Sturz vom Pferd, gefolgt vom Sprung vom Pferd (sowohl gewollte Sprünge/geplanter Abgang im Rahmen der Übung als auch Notfallsprünge bei missglückten Übungen am Pferd).

 

 

Sicherheitstipps und zentrale Inhalte für die Unfallprävention:

  • Achtung: Pferde sind grundsätzlich Fluchttiere und können deshalb schnell recht „schreckhaft“ reagieren.
  • Die „typischen Unfallopfer“ befinden sich in der Pubertät – entsprechend einhergehend mit Sicherheitsverhalten und Risikolust. Daher ist ein „Safety Coaching“ durch die Eltern bzw. Reitlehrer:innen von besonders großer Bedeutung.
  • Eine bekannte Strecke verleitet zu mehr Lockerheit. Routine beeinflusst das Unfallgeschehen letztlich negativ.
  • Bei einem neuen/ungewohnten Pferd ist größere Vorsicht geboten und ein Herantasten mit größerer Konzentration angeraten.
  • Aufgrund der großen Unfallenergie ist das Tragen adäquater Sportkleidung und Schutzausrüstung (Helm, Reitweste, Reitstiefel/-schuhe) unabdingbar.
  • Ausbildungs- und Trainingsstunden mit professionellen Reitlehrer:innen sind unbedingt notwendig.
  • Vor einer Trainingsstunde ist es sinnvoll, nicht nur den Körper aufzuwärmen, sondern auch den Kopf, in dem man sich Risiken und Sicherheit vor Augen führt. In der Reitgruppe sollen die zentralen Themen von Sicherheit und Sporttechnik gemeinsam bedacht und allenfalls spezielle Herausforderungen für das kommende Training besprochen werden.
  • Nach einem Unfall sollte eine Ursachenanalyse im Sinne einer Lernmöglichkeit in das Training integriert werden.

 

*Studienergebnisse aus dem Fokusreport „High Impact Unfälle: Reiten und Mountainbiken: Zwei Beispiele energiereicher Unfallarten“

Den gesamten Report finden Sie auf www.grosse-schuetzen-kleine.at/forschungszentrum/publikationen

 

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