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„Mach dich sichtbar!“: Schulweg im Herbst und Winter deutlich gefährlicher

Eine Warnweste ist natürlich unschlagbar, aber auch bunte, auffällige Winterjacken können bereits den entscheidenden Unterschied in puncto Sichtbarkeit ausmachen. Foto: Fotolia

Pressemitteilung – 29. Oktober 2021

 

Für zu Fuß gehende Schüler:innen ist das Unfallrisiko in der dunklen Jahreszeit achtmal höher als im Sommerhalbjahr. Gar um das 20-fache erhöht es sich für Kinder, die mit Rad oder Scooter zur Schule fahren. Zur Zeitumstellung appelliert der Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE an Autolenker:innen, besonders vorsichtig und aufmerksam zu fahren. Aber auch Eltern und Kinder können viel tun, um sich zu schützen: Dunkel gekleidet wird man aus etwa 25 Metern Entfernung wahrgenommen – also erst dann, wenn es oftmals zu spät ist, um einen Unfall zu verhindern. Mit Reflektoren an Kleidung und Schulrucksack sind Kinder hingegen bereits aus ca. 150 Metern sichtbar.

 

Pro Jahr ereignen sich in Österreich laut Statistik Austria rd. 45.000 Verkehrsunfälle mit verletzten oder getöteten Personen. In der Dämmerung oder Dunkelheit passieren in den Herbst- und Wintermonaten 40 % der Verkehrsunfälle – im Sommerhalbjahr sind es 15 %.
Am Schulweg verunfallen österreichweit jährlich rd. 600 Kinder und Jugendliche. Für zu Fuß gehende Schüler:innen ist das Unfallrisiko in der dunklen Jahreszeit achtmal höher als im Sommerhalbjahr. Für Kinder, die mit Rad oder Scooter zur Schule fahren, erhöht es sich gar um das 20-fache. Der Hinweg zur Schule ist risikoreicher als der Rückweg: hier passieren doppelt so viele Unfälle wie auf dem Nachhauseweg. Auch schwere und tödliche Verletzungen kommen bei Dämmerung und Dunkelheit verstärkt vor.

 

Die Aufmerksamkeit der Autolenker:innen ist deshalb jetzt besonders gefragt. Das bedeutet vor allem, auf Ablenkungen (Smartphone, Navi & Co.) zu verzichten und an die längeren Anhaltewege durch Nässe und Glätte zu denken. Nebel, Nieselregen, Sprühfontänen, Dämmerung, Dunkelheit und Lichtstreuung erschweren Autolenker:innen das Erkennen von FußgängerInnen. Sicherheit im Verkehr ist also nur möglich, wenn alle Verkehrsteilnehmer:innen „zusammenarbeiten“.

 

 Zentrale Appelle und Sicherheitstipps:

Autolenker:innen:

  • Gerade in der Nähe von Schulen und bei schlechten Sichtverhältnissen: volle Aufmerksamkeit auf die Straße, Ablenkungen vermeiden
  • Auto wintertauglich machen: Winterreifen montieren, Wischerblätter kontrollieren und ggf. erneuern, Frontscheibe auch innen putzen, Scheinwerfer immer wieder reinigen

Fußgänger:inen und Radfahrer:innen:

  • Kleidung und Schultasche/Rucksack: auf Reflektoren achten; hellen, leuchtenden, auffälligen Farben und Mustern beim Winterjackenkauf den Vorzug geben; Klack-Bänder inkl. LED-Lichtern verwenden
  • Beim Überqueren der Straße sichergehen, dass das Fahrzeug stehenbleibt (auch bei Zebrastreifen!)
  • Kinder nehmen oft an, dass der/die Autolenker:in sie gesehen hat, sobald sie selbst den Lichtkegel des Fahrzeugs sehen. Besprechen Sie diesen fatalen Irrtum mit Ihrem Kind!
  • Intakte und gute Beleuchtung des Fahrrads sicherstellen

Mach dich sichtbar!

Malvorlagen für Kinder zu diesem Thema finden Sie