Allgemein, BÄRENBURG, GROSSE SCHÜTZEN KLEINE, KinderSicherer Bezirk, Presseaussendungen

Anschnallen, fertig, los: So wird der Familienurlaub mit Sicherheit entspannt

Im und am Wasser gilt: Keine Kompromisse! Kinder sollten hier niemals aus den Augen gelassen werden! Bild: Pixabay

Pressemitteilung – 6. Juli 2020

 

Auch wenn Corona heuer vieles verändert – ganz auf die wohlverdiente Familien-Auszeit verzichten möchten die wenigsten. In puncto Kindersicherheit gilt es vor allem auf die richtige Sicherung im Auto, das Verhalten im und am Wasser und ein unfallvermeidendes Urlaubs-Zuhause zu achten.

 

Kinder richtig anschnallen und niemals im heißen Auto zurücklassen

Die meisten Kinder, die in Österreich tödlich verunfallen, tun dies als Mitfahrer im Auto. Das Risiko für schwere und tödliche Verletzungen ist ohne Kindersitz siebenmal höher. Selbst bei einem Aufprall mit „nur“ 50 km/h wirken Kräfte vergleichbar mit einem Sturz aus dem 3. Stock. „Deshalb gilt: Kinder laut Gesetz bis mindestens 135 cm – besser bis 150 cm – Körpergröße bei JEDER Fahrt richtig in einem für Größe und Gewicht des Kindes passenden Kindersitz sichern! Wichtig: Eine reine Sitzerhöhung schützt wesentlich schlechter als ein Kindersitz mit Rückenlehne und Kopfstütze! Gurt unbedingt immer straffziehen und darauf achten, dass dieser nicht verdreht ist. Denn dann kann er bei einem Unfall wie ein Messer einschneiden und schwere (innere) Verletzungen verursachen“, warnt Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz.

Immer wieder kommt es außerdem vor, dass das Familienauto zur tödlichen Hitzefalle für Kinder wird. Bei 34 Grad im Schatten (!) erreicht das Auto-Innere bereits nach 10 Minuten lebensbedrohliche Temperaturen.

 

Kinder im und am Wasser nie aus dem Augen lassen

Sobald die Familie am Urlaubsort angekommen ist, sollten die Eltern die Umgebung gemeinsam mit ihren Kindern auf Kindersicherheit checken und dementsprechend Verhaltensregeln für den Nachwuchs aufstellen. Besonderes Augenmerk gilt es auf Pools, Biotope, Flüsse und andere Wasserstellen zu legen. Denn Kinder ertrinken lautlos und innerhalb weniger Minuten. Till rät: „Falls Ihr Kind plötzlich verschwunden ist, sollten Sie deshalb unbedingt zuerst dort suchen, wo Wasser ist!“ Schwimmhilfen sind eine gute Unterstützung, bieten aber keinen hundertprozentigen Schutz vor dem Ertrinken. Am und im Wasser gibt es keinen Spielraum für Kompromisse: Kinder müssen – bis sie sehr gut schwimmen können und ca. 10 Jahre alt sind – im und am Wasser immer beaufsichtigt werden.

 

Auf ein kindersicheres Zuhause achten – auch im Urlaub

Bei der Auswahl der Unterkunft sollte auch Kindersicherheit ein Kriterium sein. Mit ausgewiesenen Kinderhotels ist man auf der sicheren Seite. Ansonsten gibt es auch gute Schutzartikel, die Familien mitnehmen und selbst anbringen können – beispielsweise Fenster- und Steckdosensicherungen. „Ein Tipp zum Schluss, wenn Sie Kleinkinder haben: Nehmen Sie die Perspektive Ihres kleinen Entdeckers ein und erkunden Sie krabbelnd Ihr Urlaubs-Zuhause. So sehen Sie sofort, wo mögliche Gefahren für Ihr Kind lauern“, rät Till.

Weitere Sicherheitstipps

zu sämtlichen Kinderunfallthemen finden Sie