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Zwei Kinder diese Woche nach Fensterstürzen verstorben: Nur Fenstersicherungen und die volle Aufmerksamkeit der Eltern bieten Schutz!

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Pressemitteilung – 13. Oktober 2017

Diese Woche mussten hierzulande bereits zwei 5-jährige Buben nach Fensterstürzen ihr junges Leben lassen. Der Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE gibt die wichtigsten Sicherheitstipps, wie Eltern solch tragische Unfälle vermeiden können.

 

In Österreich verletzen sich pro Jahr rund 166.000 Kinder so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Rund die Hälfte dieser Unfälle passiert zu Hause. „Fensterstürze kommen zwar verhältnismäßig selten vor, gehen aber dafür umso öfter mit schweren oder gar tödlichen Verletzungen einher. So versterben jedes Jahr 2 bis 3 Kinder nach Stürzen aus geöffneten oder nicht gesicherten Fenstern“ weiß Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz und Präsident von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE. Traurige Zwischenbilanz für 2017: Sechs kindliche Fensterstürze, zwei davon mit tödlichem Ausgang.

Fenster üben für Kinder eine große Faszination aus. Sind sie geöffnet, ist der Drang, die Welt da draußen zu entdecken, groß. Kinder stürzen leicht vom Balkon oder aus dem Fenster, weil ihr Körperschwerpunkt höher liegt als der von Erwachsenen. Beugen Kinder sich nach vorne, kippen sie viel leichter vorn über als Erwachsene.

Das „typische Kind“, das aus dem Fenster stürzt, ist laut langjähriger Betrachtung unter fünf Jahre alt (60%) und männlich (65%). Rund jeder sechste Fenstersturz endet tödlich. „Entscheidend sind natürlich hauptsächlich die Fallhöhe und die Beschaffenheit der Aufprallstelle. Der Fenstersturz kommt vor allem bei Mehrparteienhäusern vor. Ab dem 4. Stock ziehen sich 80% der Kinder tödliche Verletzungen zu“, so Till.

 

GROSSE SCHÜTZEN KLEINE SicherheitsTIPPS

  • Montieren Sie versperrbare Fenstergriffe! Diese können einfach nachgerüstet werden und sind in Möbelhäusern, in Baumärkten sowie in diversen Online-Shops kostengünstig zu erwerben. Ziehen Sie den Schlüssel ab und bewahren Sie ihn für Kinder unerreichbar auf!
  • Stellen Sie sicher, dass sich Ihr Kind beim Lüften nicht alleine im Raum aufhält – nehmen Sie es in einen anderen Raum mit und behalten sie es immer im Auge!
  • Eine Alternative zu versperrbaren Fenstergriffen sind Fensterriegel aus Plastik oder Metall, die am Fensterrahmen angebracht werden.
  • Insektengitter und Katzengitter/-netze bieten keinen Schutz vor Fensterstürzen! Erklären Sie Ihren Kindern, dass sie sich niemals gegen diese lehnen dürfen!
  • Sichern Sie auch Balkontüren mit versperrbaren Griffen oder Riegeln und lassen Sie Kinder nicht alleine am Balkon spielen!
  • Achten Sie darauf, dass keine „Aufstiegshilfen“ wie Sessel, Couch, Spielkisten etc. direkt an Fenstern stehen! Da sich dies nicht immer vermeiden lässt, ist die Fenstersicherung die wichtigste Vorsichtsmaßnahme, die Leben retten und schwere Verletzungen vermeiden kann.

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