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VS und NMS Eisenerz sind sicher unterwegs mit dem Schulbus

Pressemitteilung – 27. September 2018

Bereits zu Beginn des neuen Schuljahres steht bei der Volksschule und bei der Neuen Mittelschule Eisenerz, die beide das International Safe School Zertifikat anstreben, alles im Zeichen der Sicherheit. Diese Woche organisierte der Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE im Rahmen des Projekts „KinderSicherer Bezirk Leoben“ einen Busworkshop der ÖBB-Postbus GmbH. 88 VolksschülerInnen, 69 NMS-SchülerInnen und 14 PädagogInnen erfuhren darin eindrücklich, welche Gefahren beim Busfahren lauern und wie man sich am besten vor ihnen schützen kann.

 

Schüler Julian darf am Fahrersitz des Busses Platz nehmen und seinen MitschülerInnen erzählen, was er im Spiegel sieht: nämlich nichts. Und das, obwohl die gesamte Schulgruppe direkt neben dem Bus steht. Für alle ist erschreckend, wie groß der „Tote Winkel“ eines Busses, wie uneinsichtig der Raum direkt vor, neben und hinter dem Bus für den Lenker bzw. die Lenkerin ist.

Vom sicheren Warten und Einsteigen an der Haltestelle, über das richtige Verhalten im Bus, bis hin zum sicheren Aussteigen und Überqueren der Straße gingen die Kinder die gesamte Busfahrt und die damit verbundenen Risiken gemeinsam mit der ÖBB-Postbus GmbH eindrücklich durch. So lernten sie z.B. wie man die Schultasche sicher im Bus verstaut, was bei einem Notfall im Bus zu tun ist und dass man nach dem Aussteigen die Straße erst überqueren darf, wenn der Bus die Haltestelle verlassen hat und die Sicht auf die Fahrbahn frei ist.

„Die ÖBB-Postbus GmbH brachte im Vorjahr in der Steiermark tagtäglich um die 51.000 SchülerInnen in die Schule und wieder nachhause“, stellt Postbus Regionalmanager Alfred Loidl fest und ergänzt: „Wir sind uns unserer hohen Verantwortung bewusst. Workshops dieser Art bieten uns die gute Gelegenheit, SchülerInnen näher zu bringen, auf was sie beim Benützen von Bussen alles zu achten haben. Davon profitieren alle Beteiligten!“

Nicht nur die SchülerInnen, sondern auch die VS-Direktorin Andrea Hambammer, NMS-Direktor Anton Haißl, die Sicherheitsbeauftragte der NMS Eisenerz, Anita Traxler, sowie die teilnehmenden PädagogInnen zeigten sich vom Workshop begeistert. HR Dr. Walter Kreutzwiesner, Bezirkshauptmann und Vorsitzender des Lenkungsausschusses und Elisabeth Fink, Koordinatorin des Projekts „KinderSicherer Bezirk Leoben“, bedanken sich bei der ÖBB-Postbus GmbH für das große Engagement für die Sicherheit der Kinder.

 

GROSSE SCHÜTZEN KLEINE SicherheitsTIPPS für Buskinder und deren Eltern

  • Planen Sie unbedingt ausreichend Zeit für den Weg zum Bus ein: Stress erhöht die Unfallgefahr!
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, dass das Unfallrisiko im Straßenverkehr durch Ablenkungen, wie das Handy oder Musikhören mit Kopfhörern, stark ansteigt!
  • Nicht zu nah am Straßenrand stehen, da der Bus beim Anfahren der Haltestelle über den Gehsteig ragt und beim Wegfahren ausschert!
  • Nicht Schubsen/Drängeln, wenn der Bus einfährt/wegfährt! Um drängeln möglichst zu vermeiden, erklären Sie Ihrem Kind, dass das Drücken gegen die Bustüren die Abfahrt nur verzögert, da sich die Türen so nicht öffnen lassen!
  • Auch wenn Kinder oft lieber neben dem/der FreundIn stehen: Wenn noch Sitzplätze frei sind, sollten diese unbedingt genutzt werden, da sie wesentlich sicherer sind! Sind nur noch Stehplätze frei, ist es wichtig, sich gut an Haltegriffen festzuhalten und die Schultasche auf dem Boden zwischen den Beinen abzustellen, damit niemand beim Ein- oder Aussteigen behindert wird.
  • Nach dem Aussteigen warten, bis der Bus weggefahren ist, bevor die Straße überquert wird! Es ist wichtig, dass Kinder verstehen warum: Erstens kann der/die Fahrer/in einen recht großen Bereich rund um den Bus nicht einsehen (Stichwort „Toter Winkel“), zweitens können herannahende Fahrzeuge vom Bus verdeckt werden!
  • Warten Sie als Elternteil bitte nicht auf der anderen Straßenseite – da Kinder sehr impulsiv reagieren, verleiten Sie sie damit dazu, „blind“ über die Straße zu laufen!
  • Die größte Verantwortung für unsere Kinder liegt immer bei uns Erwachsenen: Fahren Sie im Bereich von Schulen und Bushaltestellen besonders langsam und vorsichtig! Bedenken Sie: Kinder sind vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen!
  • Verkehrserziehung beginnt im Elternhaus. Seien Sie sich deshalb Ihrer Vorbildfunktion bewusst!
  • Befolgen Kinder, BuslenkerInnen und Eltern diese Sicherheitstipps, ist der Bus eine gute Wahl für den Weg zur Schule – und ist, wenn möglich, dem „Elterntaxi“ vorzuziehen. Denn gerade vor Volksschulen sind durch regelmäßige „Hol- und Bringdienste“ sehr viele Autos unterwegs. Durch das verstärkte Verkehrsaufkommen werden aber Kinder, die aus Bussen aussteigen oder zu Fuß unterwegs sind, wesentlich stärker gefährdet. Werden Kinder gut und immer wieder aufs Neue auf den Schulweg und das richtige Verhalten an Haltestellen und im Schulbus vorbereitet, profitieren sie außerdem mehrfach davon: Nicht nur deren Sicherheit und Eigenverantwortung sich im Straßenverkehr zu bewegen, sondern auch Freundschaften und soziale Beziehungen werden gefördert.