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Todesgefahr Fenstersturz

Ein sechsjähriges Mädchen stürzt aus einem Fenster aus sieben Metern Höhe, nachdem es sich gegen ein Fliegengitter gelehnt hatte – und zieht sich dank mehrerer Schutzengel nur einen Armbruch zu. Ähnliche Fälle – oft leider mit tragischerem Ausgang – gab es allein 2015 in Österreich bereits neun. GROSSE SCHÜTZEN KLEINE gibt die wichtigsten SicherheitsTIPPS zur Vermeidung solcher Unfälle.

In Österreich verletzen sich pro Jahr rund 160.000 Kinder so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Rund die Hälfte dieser Unfälle passiert zu Hause. „Fensterstürze sind zwar im Verhältnis dazu relativ selten, gehen aber dafür umso öfter mit schweren oder gar tödlichen Verletzungen einher. So versterben jedes Jahr 2 bis 3 Kinder nach Stürzen aus Fenstern“, weiß Univ.Prof. Dr. Holger Till, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz und Präsident von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE. Fenster üben für Kinder eine große Faszination aus. Sind sie geöffnet, ist der Drang die Welt „da draußen“ zu entdecken, groß. Kinder stürzen leicht vom Balkon oder aus dem Fenster, weil ihr Körperschwerpunkt höher liegt als der von Erwachsenen. Beugen Kinder sich nach vor, kippen sie leichter vorn über als Erwachsene.
Das „typische Kind“, das aus dem Fenster stürzt, ist unter vier Jahre alt (70%) und männlich (rund 60%). Jeder sechste Fenstersturz endet tödlich. „Entscheidend sind natürlich hauptsächlich die Fallhöhe und die Beschaffenheit der Aufprallstelle. Der Fenstersturz kommt vor allem bei Mehrparteienhäusern vor. Man kann sagen, dass die Hälfte aller Fensterstürze vom 3.oder 4. Stock tödlich endet. Ab dem 5. Stock ziehen sich fast alle Kinder (95%) tödliche Verletzungen zu“, so Till.

GROSSE SCHÜTZEN KLEINE SicherheitsTIPPS

  • Stellen Sie sicher, dass sich Ihr Kind beim Lüften nicht alleine im Raum aufhält – nehmen Sie es in einen anderen Raum mit und behalten sie es immer im Auge!
  • Montieren Sie versperrbare Fenstergriffe! Diese können einfach nachgerüstet werden und sind in Möbelhäusern, in Baumärkten sowie in diversen Online-Shops kostengünstig zu erwerben! Ziehen Sie den Schlüssel ab und bewahren Sie ihn für Kinder unerreichbar auf!
  • Eine Alternative zu versperrbaren Fenstergriffen sind Fensterriegel aus Plastik oder Metall, die am Fensterrahmen angebracht werden.
    Insektengitter und Katzengitter/-netze bieten keinen Schutz vor Fensterstürzen! Erklären Sie Ihren Kindern, dass sie sich niemals gegen diese lehnen dürfen!
  • Sichern Sie auch Balkontüren mit versperrbaren Griffen oder Riegeln und lassen Sie Kinder nicht alleine am Balkon spielen!
  • Achten Sie darauf, dass keine „Aufstiegshilfen“ wie Sessel, Couch, Spielkisten etc. direkt an Fenstern stehen! Da sich dies nicht immer vermeiden lässt, ist die Fenstersicherung die wichtigste Vorsichtsmaßnahme, die Leben retten und schwere Verletzungen vermeiden kann.