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Sicher schlafen im Hochbett

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Folgende Maßnahmen verringern die Unfallgefahr mit dem Stock-/Hochbett:

In rund 3 von 10 österreichischen Familien wird ein Stock- bzw. Hochbett verwendet. Falls es räumlich möglich ist, empfehlen wir die Anschaffung eines Stock- bzw. Hochbetts erst ab dem Volksschulalter, d.h. ab 6 Jahren, weil in diesem Alter die Unfallgefahr deutlich sinkt.

Gefahrenquellen
Der Sturz aus dem Hochbett ist die häufigste Unfallursache. Die Sturzursachen unterscheiden sich nach Alter:

  • Bis zum 3. Lebensjahr:    Sturz von der Leiter (psychomotorische Defizite)
  • 4. bis 6. Lebensjahr:        Sturz beim Spiel (Kinderzimmer als Spielplatz)
  • Ab dem 7. Lebensjahr:    Sturz im Schlaf (zu niedrige Seitenabsicherung)

GROSSE SCHÜTZEN KLEINE hat 218 Unfälle mit Stockbetten gemeinsam mit der Abteilung für Unfallforschung und Unfallprophylaxe der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz untersucht. Zusätzlich wurden 220 Familien interviewt, um die Verwendungsrate von Hoch- und Stockbetten zu erheben. Diese liegt bei knapp über 30% liegen.

Risiko Alter
Rund ein Viertel aller Stockbettunfälle ereignete sich in den ersten 3 Lebensjahren, das mittlere Alter der verletzten Kinder lag bei 4,5 Jahren.

73,9% der Kinder befanden sich zum Unfallzeitpunkt allein im Raum, 24,6% waren mit Geschwistern zusammen und 2 Unfälle ereigneten sich in Ferienlagern.

Absturzsicherung
Nur 3% der Stockbetten waren laut Elternangaben mit ausreichend hohen Schutzgittern am oberen Bett ausgerüstet. EN 747-1 schreibt einen Mindestabstand von mehr als 16 cm zwischen Matratzenoberrand und Oberrand der Schutzleistenoberkante sowie maximale Zwischenräume von 75 cm vor.

Boden unter Bett
Signifikant mehr schwere Verletzungen fanden wir bei Kindern vor, die nicht auf Teppichböden stürzten, sondern auf Parkettböden oder Plastikböden. Deshalb empfehlen wir, die Umgebung des Bettes mit dicken Teppichen oder Matratzen auszupolstern.

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