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 Sicherheit und Gesundheit als zentrale Themen der VS und NMS Eisenerz: Großer SicherheitsTAG bildet Auftakt für Projekt “International Safe School”

Eisenerz im KinderSicheren Bezirk Leoben – Auf dem Weg zur Zertifizierung zur „International Safe School“ stehen für die Neue Mittelschule Eisenerz und die Volksschule Eisenerz in den nächsten Jahren die Themen Unfallprävention, Gesundheit und Sicherheit im Zentrum. Am Freitag, den 16. September starteten die beiden Schulen mit einem SicherheitsTAG, einem bunten Programm an Workshops, Vorträgen und Vorführungen in die verantwortungsvolle Aufgabe, sich der Sicherheit der Kinder und Jugendlichen sowie aller an der Schule wirkenden Personen noch stärker anzunehmen. 220 SchülerInnen und auch andere Interessierte konnten an zahlreichen Stationen, ehrenamtlich betrieben von diversen (Einsatz-) Organisationen und Vereinen, viel Interessantes rund um das Thema Sicherheit und Unfallprävention erfahren und ausprobieren.

 

Von der Ersten Hilfe (ÖRK), sicheren Badespaß (ÖWR), den richtigen Umgang mit Hunden (ÖHRB) und Abseilübungen der Bergrettung und der Feuerwehr über eine Kickbox- und Bewegungsstation (K.S.F. Gym), „Sicher unterwegs“ mit der Fahrschule Pankl und einen Mopedsimulator der AUVA bis hin zum richtigen Verhalten im Falle von großen Stromausfällen (ZSV), dem Vortrag „Lärm – Mord für deine Ohren“ und einer interaktiven Tour „Sicherheit am Bauernhof“ (SVB) wurde den 220 SchülerInnen viel Wissenswertes und Spannendes geboten. Höhepunkt und Abschluss des SicherheitsTAGes bildete die Vorführung der Polizei-Diensthundestaffel.

SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern und Ehrengäste zeigten sich begeistert. „Der SicherheitsTAG war supertoll, weil er lustig und lehrreich zugleich war. Die Stationen waren so vielfältig, dass wir sehr viel Neues rund um das Thema Kinder- und Jugendsicherheit erfahren und erleben konnten“, so Katja von der NMS Eisenerz. Ihr Kollege Jannik ergänzt: „Es war voll cool! Ich weiß jetzt besser, was ich machen kann, wenn ich in Gefahr bin. Am besten hat mir das Kickboxen gefallen.“

 

Die Zertifizierung zur “International Safe School“

Eine „Safe School Community“ ist darauf ausgerichtet, in Partnerschaft mit allen in der Schule wirkenden Personen in und rund um die Schule die Gesundheit und Sicherheit zu fördern. Damit soll die Schule zu einem Ort werden, an dem sich Kinder und Jugendliche möglichst gesund und unfallfrei entwickeln und lernen können. Oberstes Ziel ist es, das Gefahren- und Risikobewusstsein der SchülerInnen, Eltern und PädagogInnen zu erhöhen, um damit eine Senkung der Kinder- und Jugendunfälle zu erreichen. Unterstützt werden die VS und die NMS Eisenerz im Rahmen des GROSSE SCHÜTZEN KLEINE-Projekts „KinderSicherer Bezirk Leoben“ und von der AUVA-Landesstelle Graz.

 

Anton Haißl, Direktor Neue Mittelschule Eisenerz

„Die statistischen Zahlen untermauern den Bedarf, Projekte und Maßnahmen zur Erhöhung der Kindersicherheit zu setzen. Deshalb ist Sicherheit in verschiedenen Lebenslagen zu vermitteln der Direktion und dem Lehrkörper der NMS Eisenerz auch ein großes Anliegen. Sicherheit wurde in den letzten Jahren an der NMS Eisenerz schon in Form von Vorträgen, Schwimm- und Rettungsschwimmkursen, Projekten mit der Polizei, der Feuerwehr, dem Rotem Kreuz, VIVID, der AUVA, der Mobilen Radfahrprüfung u.v.m. verstärkt umgesetzt. Unsere Schule nimmt nun – im Zuge des Projekts „KinderSicherer Bezirk Leoben“ – gerne das Angebot von Sabine Distl und Elisabeth Fink vom Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE an, die NMS Eisenerz auf dem Weg zur „International Safe School“, die mit einer Zertifizierung abschließen wird, zu begleiten. Ein sicherer und gesunder Schulalltag zum Wohle aller in der Schule Beteiligten erscheint uns allen überaus wichtig.“

 

Andrea Hambammer, Direktorin Volksschule Eisenerz

„Mit unserer Schule in Eisenerz und einer dislozierten Klasse in Radmer ist eines meiner größten Anliegen, Kindern Gefahren aus dem Weg zu räumen bzw. sie vor Gefahren zu schützen. Da uns Ersteres als Pädagoginnen und Pädagogen natürlich nicht immer gelingen wird, können wir nur versuchen, Kinder auf Gefahren aufmerksam zu machen, sie mit ihnen zu konfrontieren und in weiterer Folge lehren, bewusst mit ihnen umzugehen. Safe School zu werden empfinde ich als den richtigen Weg, die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler in den Vordergrund zu stellen und Unfälle in allen Bereichen, sei dies auf dem Weg zur Schule, beim Spielen im Pausenhof oder lediglich beim Verlassen des Schulhauses durch das Stiegenhaus zu reduzieren bzw. Unfälle durch das Wissen um jene Gefahren so wie richtiges Verhalten in Gefahrensituationen gänzlich zu vermeiden.“

 

Christoph Mandl, BEd, Unfallverhütungsdienst, AUVA – Landesstelle Graz

„Als Österreichs größter gesetzlicher Unfallversicherungsträger liegen uns die Sicherheit und die Gesundheit der jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft besonders am Herzen. Das Erlernen von Selbst- und Risikokompetenz, aber auch von Sozial-, und Sachkompetenz ist für Kinder und ihre Zukunft besonders wichtig. Deshalb begleiten und unterstützen wir die VS und die NMS Eisenerz sehr gerne auf ihrem Weg zur Zertifizierung zur „International Safe School“.“

 

Univ.Prof. Dr. Holger Till, Präsident Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand Univ.Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz

„In Österreich müssen jährlich rund 166.000 Kinder nach einem Unfall im Krankenhaus behandelt werden. Rund 20 Kinder sterben pro Jahr aufgrund eines Unfalls, rund doppelt so viele sind in Folge eines Unfalls schwer behindert. Kinder und Jugendliche sind nach wie vor einer erhöhten Unfallgefährdung ausgesetzt. Bis zum 14. Lebensjahr ist der Unfall die häufigste Todesursache. Analysiert man diese Unfallzahlen genauer, so kann man erkennen, dass rund 40% aller Todesfälle grundsätzlich vermeidbar wären. Umso mehr freut es mich, dass sich die VS und die NMS Eisenerz der Verantwortung stellen, sich verstärkt um die Sicherheit der SchülerInnen sowie auch aller anderen am Schulgeschehen beteiligten Personen zu bemühen. Denn nur durch solche Initiativen ist es möglich, Kindersicherheit in allen Bereichen und auf allen Ebenen zu fördern.“