Sport und Freizeit, Verkehr, Zuhause

Styrian Injury Surveillance System StISS

Getagged in: Daten Kinderunfälle, Datenerfassung an steirischen Krankenhäusern, Kinderunfälle

Datenerfassung von Kinderunfällen an steirischen Krankenhäusern unter dem besonderen Schwerpunkt der Univ.Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz

 

Die Erfassung von absoluten Zahlen von Unfallereignissen beruht in Österreich auf Hochrechnungen, deren Basis Zielgruppeninterviews in ein paar Krankenhäusern österreichweit bilden. Dieses frühere System EHLASS wurde von der IDB (Injury Data Base; EU-gefördertes Projekt) abgelöst. Aufgrund der Erfassung der Daten über mehrere Schritte (Papier, Interview, Anonymisierung) kommt es letztlich zu Daten mit geringer Informationstiefe. Somit sind diese Daten als sehr „weiche“ Daten anzusehen. Zudem sind spezielle Kinderabteilungen, wie v.a. Kinderchirurgien, im Erfassungsmodus überhaupt nicht inkludiert.

Die steirischen Spitäler behandeln pro Jahr rund 180.000 Personen, die sich aufgrund eines Unfalls verletzt haben. Darunter sind etwa 30.000 Kinder bis zum 14. Lebensjahr. Eine strukturierte Analyse dieser Krankheitsakten ermöglicht es, Unfallursachen herauszuarbeiten und gezielte Präventionsarbeit zu leisten. Die Vollerfassung der Unfälle der steirischen Bevölkerung, einer Population von rund 1,2 Millionen Menschen, stellt einen riesen Schritt in der Unfallforschung und -analyse dar und sucht weltweit ihresgleichen.
Dieses StISS – das Styrian Injury Surveillance System, ist an Medocs angegliedert und kann über Metaprogrammierungen Unfallarten herausfiltern. Nebst einer regionalen Analyse der Unfälle, mit darauf abgestimmten Präventionsmaßnahmen und letztlich erzielter Kostenersparnis durch verhinderte Unfälle ist der Effekt vor allem in einer Erhöhung der Qualität im Sinne eines gesunden und unfallreduzierten Lebensraumes zu sehen.