Verkehr

Generation „65+“: Ein Plus an Alter verbunden mit einem Plus an Verkehrssicherheit

Getagged in: ältere Generation im Straßenverkehr, Straßenverkehr, Verkehrssicherheit

Autoren:
Peter Spitzer, Holger Till – Forschungszentrum für Kinderunfälle, Univ. Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz
Ernst Tomasch, Heinz Hoschopf, Martin Weinberger – TU Graz / VSI
Franz Kleewein, Andreas Pazourek – ÖAMTC Fahrtechnik GmbH / FTZ Lebring

Inhalt

Pro Jahr verunfallen in Österreich rund 6.000 Seniorinnen und Senioren (ab dem 60. Lebensjahr) im Straßenverkehr, von denen circa 170 an ihren Verletzungen versterben. Die absoluten Unfallzahlen bei Seniorinnen und Senioren sind relativ gering. Sie fahren aber auch weniger Kilometer. Das Unfallrisiko pro gefahrenem Kilometer steigt ab dem Alter von 65 Jahren zwar an, liegt aber immer noch deutlich unter dem Risiko der Junglenkenden.

Bei den verletzten wie auch bei den getöteten Seniorinnen und Senioren ist der Anteil als Insasse von Personenkraftwagen (Pkw) jeweils am größten. Vor allem in komplexen Verkehrssituationen zeigt sich der „Work Overload“ bei Seniorinnen und Senioren. Die abnehmenden Sinnesleistungen jedoch werden einerseits durch mehr Erfahrung, andererseits beim Pkw-Fahren aber auch durch geringere Fahrgeschwindigkeiten zu kompensieren versucht.

Mit dem Alter nimmt die Wissensleistung über neue Verkehrsregeln ab und das gesamte Risikoprofil steigt vor allem bei älteren Menschen an. Als Intervention zur Erhöhung der Sicherheit dieser Bevölkerungsgruppe im Straßenverkehr sind einerseits direkte Expertenfeedbacks nach Fahrtechnikkursen oder Wissens-Auffrischungsmaßnahmen sehr effektiv, andererseits bedarf es bei der Führerscheinausbildung neuer Inhalte, die mit Rollentauschübungen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Art von Verkehrsteilnahme (zu Fuß, mit dem Rad, Moped, Auto oder Lkw) erarbeiten als auch für die verschiedenen Altersgruppen sensibilisieren.


Download „Generation 65+“

Eine Forschungsarbeit des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds

Diese Arbeit wurde mit den Mitteln des Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert.