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Projekt „BärenSicher. BärenStark. Sei auch du ein Sicherheitsbär!“: Kindergarten und Volksschule St. Stefan ob Leoben im Zeichen der Kindersicherheit

Bürgermeister Schlager überreicht den stolzen Sicherheitsbären die verdienten Urkunden

Pressemitteilung – 1. Dezember 2016

St. Stefan ob Leoben – Die Kindergarten- und Volksschulkinder aus St. Stefan ob Leoben im KinderSicheren Bezirk Leoben erwarteten diese Woche einen besonderen Gast: Clownin Popolina besuchte sie als Abschluss und Höhepunkt des vom Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und PartnerInnen entwickelten Kindersicherheitsprojekts „BärenSicher. BärenStark. Sei auch du ein Sicherheitsbär!“. Die Kinder erarbeiteten im Vorfeld in Kindergarten und Schule spielerisch viel Wichtiges rund um ihre eigene Sicherheit und konnten damit auch die leichtsinnige und unbekümmerte Clownin vor allerhand Unfällen retten.

Kinder erfahren, wie sie Unfälle vermeiden können

71 Kinder aus dem Kindergarten und den ersten beiden Volksschulklassen retteten die allzu sorglose und so gar nicht gefahrenbewusste Clownin Popolina, alias Julia Schwarzbauer, diese Woche vor zahlreichen Gefahren im Kindergarten, zu Hause und unterwegs.

Gespannt und voller Vorfreude warteten die Kinder auf den Auftritt der Clownin. „Ich bin heute in der Früh schon putzmunter aufgestanden, weil ich so aufgeregt war“, erzählt Erstklässlerin Mia-Sophie.

Kaum betrat die Clownin die Bühne, gingen die Warnrufe auch schon los: „Nein Popolina, das darfst du nicht! Da kannst du dir voll wehtun!“, schallten zahlreiche Kinderstimmen besorgt in Richtung Clownin. So wollte diese u.a. „Omas Zuckerl“ (Tabletten) lutschen und sich gleich in der Badewanne die Haare fönen. Ein Glück, dass die Kinder bereits Wochen zuvor von ihren Pädagoginnen so gut auf das Thema Kindersicherheit und Unfallprävention vorbereitet wurden und der Clownin deshalb hilfreich zur Seite stehen konnten.

Nicht nur die Kinder, sondern auch Kindergartenleiterin Sabine Hawranek und Volksschuldirektor Heribert Groß zeigten sich von Projekt und Aufführung begeistert. Hawranek dazu: „Die Kinder waren mit Freude und großem Interesse bei der Sache. Sie integrieren das Thema Kindersicherheit in ihre eigenen Rollenspiele im Kindergarten und auch im Alltag fallen ihnen immer wieder Gefahrenstellen auf. Mit den eigens für das Projekt erarbeiteten Handpuppen des Sicherheitsbären und der Clownin Popolina können sich die Kinder sehr gut identifizieren.“

Über das Projekt

Kindersicherheit ist ein wichtiges Thema für alle, die mit Kindern leben und arbeiten. Unfälle in der Freizeit, aber auch im Kindergarten und in der Schule, sind eine große Gefahr für Gesundheit und Leben unserer Kinder. „Erfolgreiche Unfallverhütung heißt nicht, Kinder unter dem Glassturz aufwachsen zu lassen. Ganz im Gegenteil: Kinder müssen sich bewegen, erforschen und die Grenzen ihres Körpers kennen lernen dürfen, um besser mit Gefahren umgehen zu können. Nur so erlangen sie die notwendige Risikokompetenz, die ihnen später auch in unbekannten Situationen helfen kann“, so Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie. Daher ist es notwendig, Lebens-, Betreuungs- und Lernumgebungen für Kinder zu schaffen. „Zahlreiche Kinderunfälle sind vermeidbar: durch geeignete Schutzmaßnahmen, durch umsichtiges Verhalten und durch Erziehung zur Sicherheit. Aus diesem Grund haben wir das  KinderSicherheitsProjekt „BärenSicher. BärenStark. Sei auch du ein Sicherheitsbär!“ entwickelt, so die Projektorganisatorinnen Elisabeth Fink und Sabine Distl vom Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE zur Idee hinter dem Projekt.

Den Kindergärten und Volksschulen steht für die Projektlaufzeit ein eigens entwickeltes Paket an Unterlagen und Materialien zur Verfügung, welches die PädagogInnen dabei unterstützt, den Kindern das richtige Verhalten in Gefahrensituationen näher zu bringen. Dieses “Paket” beinhaltet Handpuppen (Sicherheitsbär und Clownin Popolina), ein Sicherheitslied, Geschichten, Spiele sowie Arbeitsblätter zu verschiedenen Sicherheitsthemen. All diese Themen werden bis zum erlebnishaften Auftritt der Clownin Popolina erarbeitet. Denn Popolina kann wunderbare Späße und Kunststücke, aber leider kennt sie sich mit der Sicherheit nicht so gut aus – und deshalb voll und ganz auf die Hilfe der Kinder angewiesen.

Entwickelt wurde das Projekt mit besonderer Unterstützung der Kindergartenpädagoginnen Maria Gössler (Kindergarten Mooskirchen), Jutta Stocker (Heilpädagogischer Kindergarten Gabersdorf) und Renate Weiß (Kindergarten Klöpferweg Deutschlandsberg).

Dank der finanziellen Unterstützung des Landes Steiermark sowie der Sozialhilfeverbände der KinderSicheren Bezirke Deutschlandsberg, Leibnitz, Voitsberg und Leoben konnte das Projekt geplant und entwickelt werden. Die AUVA-Landesstelle Graz ermöglichte es heuer rund 900 steirischen Kindergartenkindern kostenfrei an diesem Projekt teilzunehmen. Dies soll der Bewusstseinsschaffung für mehr Sicherheit – bei den Kindergartenkindern selbst aber auch bei den Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen – dienen. Christoph Mandl vom Unfallverhütungsdienst der AUVA-Landesstelle Graz dazu: „Clownin Popolina holt die Kindergartenkinder mit ihrem maßgeschneiderten Programm genau dort ab, wo sie hinsichtlich Unfallverhütung sensibilisiert werden sollen. Dieses Projekt leistet dadurch einen immens wertvollen und ersten Beitrag zur Vorbereitung der jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft auf ihrem Weg in ein sicheres und gesundheitsförderndes Erwachsenwerden.“

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