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miniBÄRENBURG KinderSicherheitsEcke im LKH Leoben eröffnet

Pressemitteilung – 9. Oktober 2018


Leoben – Ab sofort können sich Eltern und alle, die mit Kindern leben und arbeiten, in der miniBÄRENBURG KinderSicherheitsEcke im LKH Leoben anschaulich informieren, wie sie viel Leid durch schwere und „unnötige“ Unfälle einfach und effizient vermeiden können. Auch für Kinder ist ein spannendes und lehrreiches Angebot geplant.

 

Nach dem Vorbild der BÄRENBURG, dem 1. Österreichischen Kindersicherheitshaus am LKH-Univ.-Klinikum Graz, wurde im Rahmen des Projekts „KinderSicherer Bezirk Leoben“ die miniBÄRENBURG KinderSicherheitsEcke vom Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE, dem LKH Hochsteiermark – Standort Leoben und dem Kiwanis Club Leoben errichtet. Die miniBÄRENBURG KinderSicherheitsECKE zeigt die risikoreichsten Bereiche, vor allem zu Hause, wo rd. 50 % der Kinderunfälle passieren, und gibt leicht umsetzbare Tipps zur Vermeidung der schwersten und häufigsten Kinderunfälle.

Gestern wurde die miniBÄRENBURG mit vielen Gästen feierlich eröffnet. Durch die Veranstaltung führte Elisabeth Fink, Projektkoordinatorin des KinderSicheren Bezirks Leoben, die maßgeblich an der Errichtung der miniBÄRENBURG beteiligt war.

 

Nachhaltiger Tag zum Schutz unserer Kinder

„Heute feiern wir hier einen nachhaltigen Tag zum Schutz unserer Kinder. Denn aus dem Ort, der vor wenigen Monaten noch den RaucherInnen zur Verfügung stand, wurde ein Ort für die Sicherheit unserer Kinder, ein Ort, um viel Leid durch Kinderunfälle zu vermeiden“, eröffnete der Ärztliche Leiter des LKH Hochsteiermark, Prim. Dr. Heinz Luschnik, die gestrige Feier. Auch Betriebsdirektor Herbert Kaplans zeigte sich überaus stolz, nun eine miniBÄRENBURG im LKH Leoben beherbergen zu können.

Bei der Standortwahl war entscheidend, so viele Personen wie möglich mit Kindersicherheitsthemen zu erreichen. „Das ist im LKH Leoben definitiv gesichert. Es kommen sehr viele Personen am exponierten Standort der miniBÄRENBURG vorbei und PatientInnen können Wartezeiten sinnvoll nutzen. Durch unsere Geburtenabteilung erreichen wir zudem viele werdende Eltern und Jungeltern. Gerade in dieser Lebensphase ist das Interesse an Kindersicherheitsthemen natürlich besonders hoch“, betont Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl, Leiter der Abteilung für Kinder und Jugendliche am LKH Hochsteiermark – Standort Leoben. Auch für Kinder ist ein spannendes, einprägsames Programm in Planung. Interessierte, die sich in der miniBÄRENBURG für die Sicherheit der Kinder einsetzen möchten, können sich gerne im LKH Leoben unter 03842 / 401-2438 melden.

 

Kinderunfallzahlen in Leoben bereits um 11 % gesenkt

Maximilian Jäger, Sozialhilfeverbandsobmann und Vizebürgermeister von Leoben: „Die größte Gefahr für unsere Kinder sind Unfälle. Laut dem Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE sind Unfälle aber keine Zufälle, sie haben immer Ursachen, denen man oftmals einfach entgegenwirken kann. Unsere Aufgabe als Erwachsene ist es, Risiken zu minimieren und so unsere Kinder vor schweren und „unnötigen“ Unfällen zu schützen. Als Co-Vorsitzender des KinderSicheren Bezirks Leoben ist mir dies ein ganz besonderes Anliegen.“

„Gemeinsam wollen wir eine sichere Welt für unsere Kinder schaffen und die Unfallzahlen im Bezirk, die seit Start des Projekts im Jahr 2015 bereits um 11 % zurückgegangen sind, weiter senken. Die miniBÄRENBURG ist ein weiterer wichtiger Schritt dazu“, formuliert Bezirkshauptmann HR Dr. Walter Kreutzwiesner, der sich mit Jäger den Lenkungsausschuss-Vorsitz teilt, das große Ziel des Projekts „KinderSicherer Bezirk Leoben“.

 

Sich auf Augenhöhe mit Kindern begegnen

Um einige Gefahren, die für Kinder im Haushalt lauern, zu verbildlichen, führten drei Kinder der VS Pestalozzi, gemeinsam mit ihrer Direktorin, Mag. Alexandra Baumgartner, den Sketch „Max, der kleine Bruchpilot“ auf.

Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz, betont: „Man muss das Leben, genau wie die Kinder der VS Pestalozzi eindrucksvoll gezeigt haben, aus den Augen der Kinder sehen, um Gefahren effizient entschärfen zu können. Die Herzen in Leoben schlagen spürbar für die Kindersicherheit und es ist schön, mitzuerleben, wie viel in den letzten Jahren bereits hier passiert ist, um unnötiges Leid durch Kinderunfälle zu vermeiden.“

 

Großzügige Spende des Kiwanis Club Leoben

Der Kiwanis Club Leoben feiert heuer sein 40-jähriges Bestehen. „Aus diesem Anlass waren wir auf der Suche nach einem besonders unterstützenswerten Projekt. Die Idee der miniBÄRENBURG kam für uns wie gerufen und wir sind glücklich darüber, auf diese Weise Kindern wie Eltern eine Brücke in eine sichere Zukunft bauen zu können“, betont Kiwanis-Präsident Andreas Bernhard.

 

Unter den Ehrengästen, die sich mit sehr emotionalen Worten zur Sicherheit unserer Kinder äußerten, waren NRAbg. und Bgm. von Mautern Andreas Kühberger, Bundesrat Gerd Krusche, Gemeindebundobmann und Bgm. von St. Stefan ob Leoben Ronald Schlager und Pflichtschulinspektor Claus Kastner.

 

Warum eine miniBÄRENBURG?

  • Bei Kleinkindern sind Unfälle die häufigste, bei älteren Kindern und Jugendlichen die zweithäufigste Todesursache.
  • Alle zwei bis drei Wochen stirbt ein Kind an den Folgen eines Unfalls.
  • In Österreich müssen jährlich rd. 125.000 Kinder nach einem Unfall im Spital behandelt werden.
  • Die meisten Spitalsaufenthalte bei Kindern sind auf Unfälle zurückzuführen.
  • Jeder zweite Kinderunfall passiert im Heim- und Freizeitbereich.
  • 40 % aller Kinderunfälle könnten durch Information der Eltern, entsprechende Schutzeinrichtungen und gesetzliche Maßnahmen verhindert werden.