Allgemein, KinderSicherer Bezirk, Presseaussendungen

Mehr Kindersicherheit im Straßenverkehr für Wagna

Viele Verkehrsteilnehmer verhielten sich erfreulicherweise nach Vorschrift. Beim Anschnallen und Helmtragen gibt es jedoch viel Luft nach oben. Bild: GROSSE SCHÜTZEN KLEINE

Pressemitteilung – 2. Juli 2019


Wagna im KinderSicheren Bezirk Leibnitz – Die meisten tödlichen Kinderunfälle in Österreich passieren im Straßenverkehr. Volksschulkinder können Gefahren oftmals noch nicht gut einschätzen. Als FußgängerInnen und RadfahrerInnen sind sie zudem immer die schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen. Im VerkehrsSicherheitsPROJEKT des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE beschäftigten sich die 3. Klassen der VS Wagna besonders intensiv mit der großen Gefahr, die von Ablenkungen ausgeht.

„Rund 40% aller tödlichen Kinderunfälle passieren auf der Straße. Hauptursachen sind Ablenkungen und überhöhte Geschwindigkeit“, betont Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz.

Sabine Distl, Vanessa Trabi und Maria Koller vom Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE erarbeiteten im Verkehrserziehungsprojekt – neben dem Schwerpunkt Ablenkungen – mit den Kindern spielerisch Themen wie „Sind Unfälle Zufälle?“, „Richtiges Angurten“, „Mach dich sichtbar“ und „Helmtragen beim Radfahren“. Die SchülerInnen überlegten, welch gefährliches Verhalten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Straßenverkehr vorkommen kann. Dementsprechend malten und produzierten sie für die folgenden Verkehrsbeobachtungen und -anhaltungen mit der Polizei Buttons mit Bitten oder Lob, fröhlichen und traurigen Smileys.

Bei den Verkehrsbeobachtungen und -anhaltungen mit Grp.Insp. Doris Schrei und Bez.Insp. Christopher Krieger von der Polizei Leibnitz schaute man gemeinsam auf das Angurteverhalten der AutoinsassInnen, das Helmtragen der RadfahrerInnen und ablenkende Beschäftigungen der VerkehrsteilnehmerInnen, wie telefonieren oder SMS schreiben. Auch die Geschwindigkeit wurde kontrolliert. Viele der VerkehrsteilnehmerInnen verhielten sich nach Vorschrift. Ganze 15 % der 139 beobachteten LenkerInnen waren allerdings nicht angeschnallt. 85 % der erwachsenen RadfahrerInnen waren zudem ohne Helm unterwegs. Das Tragen eines Radfahrhelms ist zwar für Erwachsene nicht gesetzlich verpflichtend, reduziert jedoch die Gefahr, eine Gehirnverletzung zu erleiden, um 88 %. Nicht zu vergessen ist außerdem die große Vorbildwirkung, die Erwachsene gegenüber Kindern haben.

Bei der Anhaltestation überreichten die Kinder den VerkehrsteilnehmerInnen „Zeugnisse“ und ihre selbstgebastelten Buttons. Eine Radfahrerin, die kein Handzeichen gegeben hatte: „Ich werde in Zukunft ganz besonders darauf achten, diese wichtige Regel einzuhalten. Es ist sehr gut und wichtig, dass es solche Projekte gibt, die Kinder wie Erwachsene für das richtige Verhalten im Straßenverkehr sensibilisieren“.