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Kiwanis Club Leoben übergibt 30 Herdschutzgitter an DiplomsozialarbeiterInnen

v.l.n.r.: E. Fink (GsK), W. Kreutzwiesner (BH Leoben), A. Bernhard u. H. Schlager (Kiwanis Leoben), M. Jäger (SHV Leoben), W. Galler u. B. Sandriesser (BH Leoben) © GROSSE SCHÜTZEN KLEINE

Presseaussendung – 14. Dezember 2017

 

Leoben – Verbrennungen und Verbrühungen kommen gerade im Winter gehäuft vor und zählen zu den schmerzhaftesten, behandlungsintensivsten Kinderunfällen. Um einen Beitrag zur Verhinderung dieser Unfälle zu leisten, übergab der Kiwanis Club Leoben ganz nach seinem Motto „Wir helfen den Kindern!“ 30 Herdschutzgitter an die DiplomsozialarbeiterInnen der BH Leoben.

 

„Es ist uns ein besonderes Anliegen, nicht nur Kinder zu fördern, sondern auch deren Eltern dabei zu helfen, eine sichere Umgebung für ihr Kind zu schaffen. Durch die professionelle Zusammenarbeit des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und der BH Leoben können wir sicher sein, dass die Unterstützung genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, betont Andreas Bernhard, Präsident des Kiwanis Clubs Leoben.

Diplomsozialarbeiterin Waltraud Galler: „Das Team der SozialarbeiterInnen der BH Leoben hat  großes Interesse, aktiv an Maßnahmen zur Kindersicherheit  und Unfallvermeidung mitzuwirken. Wir unterstützen Familien, die vielfältige Probleme im Alltag zu bewältigen  haben, mit den Herdschutzgittern und den bereits im Vorjahr vom Kiwanis Club Leoben gesponserten KinderSicherheitsBOXen dabei, die eigene Wohnumgebung kindersicher zu gestalten“.

Elisabeth Fink, Projektkoordinatorin des KinderSicheren Bezirks Leoben beim Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE, freut sich, dass diese wichtige Kindersicherheitsmaßnahme dank der erneuten Unterstützung des Kiwanis Club Leoben und der DiplomsozialarbeiterInnen ermöglicht wird.

 

Herdschutzgitter verhindern Brandverletzungen

Da Kinderhaut wesentlich dünner ist als Erwachsenenhaut, sind die Folgen von Brandverletzungen meist schwerwiegend. Bereits der Inhalt einer halben Tasse kann ausreichen, um ein Kleinkind lebensgefährlich zu verbrühen. Verbrennungen und Verbrühungen zählen zu den schmerzhaftesten und behandlungsintensivsten Unfällen. Im Gegensatz zu anderen Unfällen, wo die Rate an stationären Aufnahmen mit 6% relativ gering ist, müssen bis zu 50% der brandverletzten Kinder stationär behandelt werden. Oft bleiben Narben, besonders an Oberkörper, Händen und Gesicht. „Viele dieser Unfälle

können verhindert werden, wenn sich Eltern der Gefahrenquellen bewusst sind, diese entschärfen und mit ihren Kindern über den richtigen Umgang mit heißen Flüssigkeiten und Feuer sprechen“, so Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie.

 

GROSSE SCHÜTZEN KLEINE SicherheitsTIPPS

  • Herdschutzgitter montieren. Wasserkocher und Kochtöpfe immer möglichst weit zurückstellen. Pfannengriffe nach hinten drehen.
  • Nie ein Kind und heiße Flüssigkeiten/Speisen gleichzeitig tragen.
  • Tassen/Kannen mit heißen Getränken weit weg von Kindern und vom Rand des Tisches stellen. Auf Tischläufer und Tischdecken verzichten, solange das Kind klein ist.
  • Nicht benötigtes heißes Wasser sofort wegschütten. Beim Wasserkocher insbesondere darauf achten, dass Kinder ihn nicht am Kabel herunterziehen können.

 

Erste Hilfe bei Verbrennungen und Verbrühungen

Hitzequelle unterbrechen und kurz mit handkaltem Wasser (15 – 20°C) kühlen. Keine Anwendung von Eis oder Eiswasser. Coolpacks nur mit entsprechender Isolierung (eingewickelt) verwenden.

  • Feuchte Kleidung entfernen um Unterkühlung zu vermeiden, haftende Kleiderreste belassen.
  • Kleine WundenB. an der Hand oder am Fuß können mit handkaltem Wasser aus der Leitung oder feuchten Kompressen bis zur Schmerzfreiheit gekühlt werden.
  • Große Wunden oder Wunden am Oberkörper oder im Gesicht nur kurz kühlen um Unterkühlung zu vermeiden und unmittelbar Rettung bzw. Notarzt rufen. Blasen nicht entfernen oder eröffnen und keine „Hausmittel“ wie z.B. Zahnpasta oder Topfen verwenden.
  • Im Zweifelsfall immer Krankenhaus/Arzt zur Beurteilung des Schweregrades (Ausdehnung und Tiefe der Verbrennung/Verbrühung) aufsuchen.