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KinderSicherer Spaß auf Kufen: Einfache Tipps verringern das Verletzungsrisiko beim Eislaufen und Eishockey

Pressemitteilung – 22. Dezember 2016

Eislaufen zählt zu den beliebtesten Wintersportarten bei Kindern und ist grundsätzlich eine sehr sinnvolle Freizeitbeschäftigung – auch aus Sicht der Unfallprävention, weil Körpergefühl, Balance und Koordination geschult werden. Jedoch verletzen sich beim Eislaufen und Eishockey spielen pro Saison österreichweit bis zu 2.000 Kinder so schwer, dass sie im Spital behandelt werden müssen. Auf die Steiermark entfallen etwa 250 davon. Einige einfache SicherheitsTipps helfen, damit Kinder vor „unnötigen“ und oftmals schweren Verletzungen verschont bleiben.

Am häufigsten von Eislauf- und Eishockey-Verletzungen betroffen sind die älteren Kinder (10–14 Jahre). 57% der behandelten Kinder fallen in diese Altersgruppe, gefolgt von den 5–9-Jährigen mit knapp 40%. Kinder unter 5 Jahren sind kaum von schwereren Verletzungen betroffen, da sie häufiger als die älteren einen Wintersporthelm tragen, vorsichtiger und nicht alleine, sondern in Begleitung Erwachsener am Eis unterwegs sind.

Rund 60% der verletzten Kinder haben mehr als 3 Jahre Eislauferfahrung – die sie natürlich auch risikofreudiger macht. Außerdem ist die Helmtragequote (im Vergleich zum Schifahren, wo der Helm bereits als fixer Bestandteil der Schutzausrüstung angesehen wird) bei den EisläuferInnen vor allem mit zunehmendem Alter und größerer Eislauferfahrung noch sehr gering.

Gut die Hälfte der Verletzungen ist auf Einzelstürze zurückzuführen, gefolgt von Kollisionen am Eis. „Das Unfallmuster sieht typischerweise so aus, dass Anfänger nach hinten stürzen und sich dabei am Kopf verletzen. Fortgeschrittene EisläuferInnen fallen eher nach vorne und ziehen sich dabei Unterarmfrakturen, wie auch Knieverletzungen zu“, weiß Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Präsident des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz. Verletzen sich Kinder beim Eishockey spielen, so ist meist das Gesicht betroffen. Vor allem Nasen- und Zahnverletzungen kommen häufig vor.

GROSSE SCHÜTZEN KLEINE SicherheitsTIPPS

Die gute Nachricht: Einfache Sicherheitsvorkehrungen und Schutzausrüstungen reichen aus, um Verletzungen zu vermeiden bzw. die Verletzungsschwere deutlich abzumildern:

  • Wintersporthelm tragen! Ein Radhelm bietet, vor allem für den Hinterkopf, keinen ausreichenden Schutz.
  • Für Anfänger/innen empfiehlt sich das Tragen von Knie- und Handgelenksschützern (wie beim Inline Skaten).
  • Immer Handschuhe tragen – ansonsten drohen Schnittverletzungen
  • Beim Eishockey: Helm mit Visier, Finger- und Schienbeinschützer tragen
  • Übermüdung gehört zu den Hauptunfallursachen: Deshalb auf genügend Pausen achten und für gesunde Jause/Getränke sorgen
  • Brems- und Falltechnik lernen
  • In dieselbe Richtung wie die Menge fahren
  • Einbruchgefahr in Seen/Teiche bei beginnendem Tauwetter beachten
  • Schliff der Kufen regelmäßig überprüfen: Ungeschliffene Kufen fördern das Ausrutschen und damit den Sturz.

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