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Ertrinken: Kinder unter 5 Jahren am meisten gefährdet

Gerade rechtzeitig zum Wochenende hat das Wetter wieder auf Sommer und Sonne umgeschaltet. Die Abkühlung im kühlen Nass – ob Pool oder See/Meer – stand wieder hoch im Kurs. Leider steigt damit auch die oft unterschätzte Gefahr des Ertrinkens, wie die vier Badeunfälle von Kindern innerhalb einer Woche zeigen. Besonders gefährdet: Kinder unter 5 Jahren. Bestes Mittel dagegen: ununterbrochene Aufsicht. Denn Ertrinkungsunfälle bei Kindern werden leider noch immer unterschätzt.

Deswegen warnt Univ.Prof. Dr. Holger Till, Präsident von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE, dem Österreichischen Komitee für Unfallverhütung im Kindesalter, eindringlich: „Ertrinken passiert schnell und lautlos!“ Der wichtigste Tipp laut Till: „Kinder bis 10 Jahre im und am Wasser nie aus den Augen lassen. Wir wissen, das klingt strikt, aber hier ist kein Spielraum für Kompromisse!“
Denn 90% der Ertrinkungsunfälle bei Kindern geschehen in unmittelbarer Nähe von Erwachsenen, und zwar dann, wenn Kinder kurz unbeaufsichtigt sind. Kinder, die ertrinken, sind in der Regel weniger als fünf Minuten außer der Sichtweite von Erwachsenen und zum Zeitpunkt des Unfalls eigentlich unter Aufsicht.

Wichtigste SicherheitsTIPPS
Der Kindersicherheitsexperte nennt die wichtigsten Tipps zur Vermeidung von Ertrinkungsunfällen:
Risikogruppe Kleinkinder
Der Ertrinkungstod ist in Österreich die zweithäufigste Todesursache im Kindesalter. Die Zahlen sind in den letzten Jahren stark gesunken, aber immer noch ertrinken 2-3 Kinder pro Jahr. In den letzten 5 Jahren sind 13 Kinder ertrunken, davon 9 Kinder unter 5 Jahren! Kleinkinder unter 5 Jahren sind rund doppelt so oft von tödlichen Badeunfällen betroffen wie ältere Kinder. Auf jeden Todesfall durch Ertrinken kommen vier weitere Kinder, die ein Leben lang unter den schweren Folgen leiden.
„Totstellreflex“ bis 3 Jahre
Einer der Gründe für das große Ertrinken-Risiko bei Kleinkindern ist der sogenannte „Totstellreflex“, der bei Kindern bis zu 3 Jahren auftritt. Kinder können aus ungeklärter Ursache den Kopf nicht aus dem Wasser heben, selbst wenn die Wassertiefe 10 cm oder weniger beträgt. Gefahrenquellen sind deshalb nicht nur Pools, Biotope oder Teiche, sondern ebenfalls Planschbecken und Regenwassertonnen.
Mangelnde Schwimmroutine
Ein oder mehrere absolvierte Schwimmkurse sind, im Gegensatz zur Meinung vieler, kein sicherer Schutz vor dem Ertrinken. Till ergänzt: „Kinder, die gerade erst schwimmen gelernt haben, sind im Wasser nicht sicher. Noch dazu, wenn sie in einem Schwimmbad gelernt haben, und nun in einem See oder dem Meer schwimmen sollen. Werden sie von einer ungewohnten Situation überrascht, können sie alles vergessen und schnell und lautlos untergehen.“

GROSSE SCHÜTZEN KLEINE SicherheitsTipps für sicheren Spaß im Nass

  • Kinder im und am Wasser nie aus den Augen lassen und 100% Aufmerksamkeit schenken
  • Pools/Biotope/Fischteiche mit einem 1,5 m hohen Zaun und selbstschließender Tür sichern
  • Wenn kleine Kinder verschwunden sind, immer zuerst dort suchen, wo Wasser sein könnte
  • Einen Kindernotfallkurs besuchen, um im Ernstfall richtig reagieren zu können.
  • Installieren Sie ein elektronisches Sicherheitssystem im Pool, das Alarm schlägt, wenn ein Kind unbeobachtet ins Wasser geht oder zu ertrinken droht. GROSSE SCHÜTZEN KLEINE empfiehlt das Blue Fox Pool Safety System.
  • Bringen Sie Kleinkindern bei, nur mit Erwachsenen ans und ins Wasser zu gehen und größeren Kindern, immer nur zu zwei zu schwimmen.

Spaß im Nass - aber sicher!

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