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Eislaufen und Eishockey: Ohne Helm und Fäustlinge sollten Kinder nie aufs Eis

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Pressemitteilung – 9. Jänner 2020

 

Zu Weihnachten geriet ein 7-jähriges Mädchen mit seiner Hand unter die Kufe eines Schlittschuhs. Dem Mädchen, das keine Handschuhe trug, wurde der Finger abgeschnitten. Eislaufen gehört zu den beliebtesten Wintersportarten bei Kindern. Doch wenn die Temperaturen sinken und sich Teiche und Seen in spiegelnde Eisflächen verwandeln, steigt auch die Patientenzahl auf der Kinderchirurgie.Viele Verletzungen könnte man mit Helm und dicken Handschuhen verhindern.

 

In Österreich verletzen sich pro Eislaufsaison bis zu 2.100 Kinder so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Allein auf die Steiermark fallen etwa 400 davon.

Knapp die Hälfte der Eislauf- und Eishockey-Verletzungen betrifft die älteren Kinder (10-14 J.). Danach folgen die 5-9-Jährigen mit 44 %. Kinder unter 5 Jahren sind kaum von schwereren Verletzungen betroffen, da sie nicht alleine, sondern in Begleitung Erwachsener am Eis unterwegs sind.

„Das Unfallmuster bei AnfängerInnen sieht typischerweise so aus, dass sie nach hinten stürzen und sich dabei am Kopf verletzen. Fortgeschrittene EisläuferInnen fallen eher nach vorne und ziehen sich dabei Knieverletzungen und Unterarmfrakturen zu“, weiß Univ.-Prof. Dr. Holger Till, Vorstand der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz und Präsident von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE. Auch Schnittverletzungen an den Händen, wie in dem tragischen Fall des 7-jährigen Mädchens, kommen immer wieder vor. Verletzen sich Kinder beim Eishockey spielen, so ist meist das Gesicht betroffen. Vor allem Nasen- und Zahnverletzungen stehen hier im Vordergrund.

Die gute Nachricht: Einfache Sicherheitsvorkehrungen und Schutzausrüstungen (passender Wintersporthelm, dicke Handschuhe) reichen aus, um schwere Verletzungen zu vermeiden!

 

GROSSE SCHÜTZEN KLEINE SicherheitsTIPPS

  • Wintersporthelm tragen! Ein Radhelm bietet, vor allem für den Hinterkopf, keinen ausreichenden Schutz!
  • Für Anfänger/innen empfiehlt sich das Tragen von Knie- und Handgelenksschützern wie beim Inline Skaten.
  • Immer Handschuhe tragen – ansonsten drohen Schnittverletzungen!
  • Fürs Eishockey empfiehlt sich ein Helm mit Visier sowie Finger- und Schienbeinschützer.
  • Brems- und Falltechnik lernen
  • In dieselbe Richtung fahren wie die Menge verhindert Kollisionen
  • Einbruchgefahr in Seen/Teichen bei beginnendem Tauwetter beachten
  • Schliff der Eislaufkufen regelmäßig überprüfen. Ungeschliffene Kufen fördern das Ausrutschen und damit den Sturz. Kunsteis ist noch glatter als Natureis.