Über die BÄRENBURG

Warum ein Kindersicherheitshaus?

  • In Österreich ereignen sich jährlich 166.000 Kinderunfälle.
  • Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr sind Unfälle die Todesursache Nummer 1, bei älteren Kindern die Todesursache Nummer 2.
  • Alle zwei bis drei Wochen stirbt ein Kind an den Folgen eines Unfalles.
  • Täglich bedürfen 450 Kinder nach Unfällen medizinischer Behandlung.
  • Die meisten Spitalsaufenthalte bei Kindern sind auf Unfälle zurückzuführen.
  • Jeder zweite Kinderunfall passiert im Heim- und Freizeitbereich.
  • 25 bis 40% aller Kinderunfälle könnten durch Aufklärung der Eltern über Gefahrenpotentiale, entsprechende gesetzliche Maßnahmen und technische Veränderungen verhindert werden.

Unfälle und ihre Folgen stellen die „häufigste Krankheit“ im Kindesalter dar, die eine ärztliche Behandlung oder gar Spitalsaufnahme erfordern. In Österreich ereignen sich jährlich rund 166.000 Kinderunfälle. 85% dieser Kinderunfälle entfallen auf die Bereiche Heim, Freizeit und Sport. Von den rund 90.000 Kinderunfällen, die sich im unmittelbaren Wohnbereich ereignen (das sind 52% aller Heim- und Freizeitunfälle bei Kindern) entfallen 80% auf die Wohnung und 20% auf Garten und Hof.

Die schweren und tödlichen Kinderunfälle betreffen neben dem Straßenverkehr besonders die Risikobereiche Küche, Bad, Kinderzimmer und Garten. Hier passieren vor allem Verbrennungen und Verbrühungen mit heißen Flüssigkeiten, Vergiftungen und Verätzungen mit Reinigungsmitteln, Ertrinkungsunfälle in Swimmingpools und Biotopen und Stürze aus Fenstern.

Unfälle sind keine Zufälle – sie ereignen sich bei ganz bestimmten Gefahrenmomenten. Das Wissen um diese Gefahrenmomente ist der erste Schritt in Richtung Prävention. GROSSE SCHÜTZEN KLEINE informiert und berät seit mehr als 30 Jahren über potentielle Gefahren und Präventionsmaßnahmen.

Mit Erfolg – in den letzten drei Jahrzehnten hat die Zahl der Kinderunfälle in Österreich signifikant abgenommen.

Erfahrungen aus Schweden, das in Europa eine Vorreiterrolle in Sachen Unfallverhütung einnimmt, zeigen, dass bis zu 40% der Kinderunfälle vermeidbar sind, wenn durch breite und wiederholte Information der Bevölkerung, durch kostengünstige Angebote der Wirtschaft sowie durch einschlägige gesetzliche Bestimmungen die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, das Gefahrenbewusstsein der Bevölkerung zu heben.

Was ist die BÄRENBURG – das Kindersicherheitshaus Graz?

Das Ziel
Mehr Sicherheit für Kinder, weniger Unfälle mit Kindern.
So lauten die Ziele der BÄRENBURG. Hier wird veranschaulicht, wie Groß und Klein mit Sicherheit viele Kinderunfälle vermeiden können. Wo Risikobereiche sind und wie sie entschärft werden können, wird in der Schauwohnung zur Kindersicherheit erlebbar gemacht.

Die Idee
In der BÄRENBURG, dem 1. Österreichischen Kindersicherheitshaus, werden Eltern und alle, die mit Kindern leben und arbeiten, sensibilisiert und informiert, Gefahrenmomente zu erkennen und entsprechend entgegen zu wirken. Die BÄRENBURG am LKH-Univ. Klinikum Graz ist ein Schauhaus nach australischem Vorbild. Sie zeigt sämtliche Kinderschutzeinrichtungen und demonstriert, wie das eigene Heim und der Garten ein sicherer Platz für Kinder wird.BB-Küche-Kantenschutz-quer

Ergänzend zur Schauwohnung gibt es ein breit gefächertes Angebot zur Aus- und Weiterbildung zur Kindersicherheit von Eltern und all jenen, die mit Kindern leben und arbeiten.

Außerdem sind in der BÄRENBURG der Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE, das Forschungszentrum für Kinderunfälle, die Abteilung für Unfallforschung und -prophylaxe der Univ. Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie und die Bibliothek des Kinderzentrums untergebracht.

 

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