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35 Jahre Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE und 10 Jahre BÄRENBURG: 36.000 BesucherInnen informierten sich seit 2008 über Kindersicherheit

Die Ehrenpräsidenten M. Höllwarth und H. Sauer mit LH-Stv. M. Schickhofer, GR S. Potzinger (Stadt Graz) und Präsident H. Till (GsK u. Kinderchirurgie Graz) mit dem Sicherheitsbären

Pressemitteilung – 24. Oktober 2018


Seit nunmehr 35 Jahren setzt sich der Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE für die Vermeidung von Kinderunfällen ein. Die Zahl der tödlich verunglückten Kinder konnte in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten um 90 % gesenkt werden. Allein in der BÄRENBURG, dem 1. Österr. Kindersicherheitshaus, am LKH-Univ.-Klinikum Graz haben sich in den letzten 10 Jahren 36.000 BesucherInnen informiert, wie sie schwere und „unnötige“ Unfälle mit einfachen Maßnahmen verhindern können.

Gestern wurde dieses Jubiläum gebührend gefeiert: Der aktuelle GROSSE SCHÜTZEN KLEINE-Präsident, Univ.-Prof. Dr. Holger Till, auch Vorstand der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz, sowie die beiden Ehrenpräsidenten Univ.-Prof. Dr. Michael Höllwarth und GROSSE SCHÜTZEN KLEINE-Gründer Univ.-Prof. Dr. Hugo Sauer gaben unter der Moderation von Oliver Zeisberger Einblicke in die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft des Vereins für Kindersicherheit und Unfallprävention.

 

„Schwere und „unnötige“ Unfälle – darauf kommt es uns an“

Sauer, der erst vor zwei Wochen seinen 90. Geburtstag feierte: „Anlass für die Gründung des Vereins waren schreckliche Kinderunfälle in der Landwirtschaft. Vor allem gab es etwa jeden Monat ein Kind, dessen Hände durch Maiskolbenschälmaschinen verstümmelt wurden. Da wusste ich: Wir müssen etwas tun, damit so furchtbares, unnötiges Leid nicht mehr passiert.“

Höllwarth: „Einer der wichtigsten Meilensteine in meiner Zeit als Präsident von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE war wohl, Kinderunfallvermeidung im Mutter-Kind-Pass zu verankern. Bis heute bekommen Eltern bei ihrem Kinderarzt/ihrer Kinderärztin ein Infoblatt mit den wichtigsten Tipps für die Sicherheit ihres Kindes.“ Auch betonte der ehemalige Präsident des Vereins: „Ein Armbruch ist kein Beinbruch! Kinder sollen sich natürlich ausprobieren und die Welt erkunden dürfen. GROSSE SCHÜTZEN KLEINE geht und ging es immer um die Vermeidung von schweren und „unnötigen“ Kinderunfällen, also solchen, die man leicht vermeiden kann“.

Till: „Wir haben heute zum Teil natürlich noch mit denselben Kinderunfällen zu kämpfen wie früher. Aber die Bedrohungen haben sich schon deutlich verändert. Dazu gekommen sind in den letzten Jahren vor allem die starke Ablenkung von Kindern wie Eltern durch das Smartphone, was vor allem im Straßenverkehr eine große Unfallgefahr darstellt. Auch steht mittlerweile in fast jedem Garten ein Pool. Hier ist kontinuierliche Bewusstseinsbildung nötig“.

 

LH-Stv. Schickhofer schenkt 10 steirischen VS-Klassen Erlebnistour durch BÄRENBURG

Unter den Ehrengästen waren auch LH-Stv. Mag. Michael Schickhofer und GR Sissi Potzinger in Vertretung des Grazer Bürgermeisters Mag. Siegfried Nagl. Potzinger: „Jedes Kinderleben ist ein Schatz, den es mit all unserer Kraft zu bewahren gilt. Ich danke allen, die sich unermüdlich für die Sicherheit unserer Kinder engagieren.“

Schickhofer überbrachte dem Verein neben einer Geburtstagstorte noch ein weiteres Geschenk: „Wenn man durch das Kindersicherheitshaus BÄRENBURG geht, sieht man, was man alles bedenken sollte, um sein Kind bestmöglich vor Unfällen zu schützen. Als dreifacher Vater gibt es auch für mich nichts Wichtigeres, als auf die Sicherheit unserer Kinder zu achten. Deshalb möchte ich anlässlich „10 Jahre BÄRENBURG“ gerne den Eintritt zur BÄRENBURG-Erlebnistour für 10 steirische Volksschulklassen übernehmen. (Anmeldung ab sofort unter 0316 / 13764 bzw. baerenburg@klinikum-graz.at)

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Klinikband „Eric and the Bonebreakers.“

 

Auffällige Kindersicherheitsbotschaften in LKH Parkgarage

Anlässlich des Vereinsjubiläums prangen nun in den Auf- und Abfahrten der Parkgarage Hilmteich am LKH-Univ.-Klinikum Graz Kindersicherheitsbotschaften, wie „Ertrunken lautlos“, „Heiße Tasse“ und „Geschützter Kopf“. „Ziel dieser einprägsamen Botschaften ist es, LKH-MitarbeiterInnen, PatientInnen und BesucherInnen für wesentliche Unfallgefahren für Kinder zu sensibilisieren und sie einzuladen, sich beim Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE über die einfache, effiziente Vermeidung bzw. Entschärfung dieser zu informieren“, erklärt Till.

LKH-Betriebsdirektor Mag. Gebhard Falzberger: „Als mehrfacher Vater und nunmehr auch schon als Opa eines aufgeweckten kleinen Burschen ist es mir persönlich ein großes Anliegen, den Verein GROSSE SCHÜTZEN KLEINE tatkräftig zu unterstützen und die Kindersicherheitsbotschaften sichtbar an unserem Klinikum zu präsentieren. Unsere KLEINEN bestmöglich zu schützen, sehe ich als Aufgabe von uns GROSSEN.“

Auch der AUVA Landesstelle Graz ist Kindersicherheit und Unfallprävention ein großes Anliegen, weshalb sie sich als Partner des Vereins GROSSE SCHÜTZEN KLEINE gerne an der Botschaft „Geschützter Kopf“ beteiligt hat, wie der stellvertretende Direktor Dr. Harald Frühwirth betont: „Das Um und Auf für die Sicherheit bei Aktivitäten wie dem Radfahren, Schifahren, Skaten oder Eislaufen ist neben der regelmäßigen Übung eine gute Schutzausrüstung. Vor allem der Helm ist hier hervorzuheben. Dieser muss dem Kinderkopf nicht nur perfekt angepasst sein, er muss auch entsprechend geprüft sein. Zu guter Letzt sollte er auch gut gefallen – das erhöht die Tragebereitschaft immens. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können sich Kinder voll und ganz auf die richtige und sichere Ausübung der genannten Bewegungsformen und vor allem auf ihr Umfeld konzentrieren.“