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10 KinderSichere GeschenkTIPPS

Kinderfreundliches Spielzeug zu erkennen, ist gar nicht so einfach. Und nicht nur beim Weihnachtseinkauf stellen sich Fragen über Fragen: Welchem Gütesiegel darf ich trauen? Worauf muss ich bei Plastikteilen achten? Und kann ich selbst dazu beitragen, dass schädliche Produkte aus dem Handel verschwinden?

So erkennen Sie kindersichere Spielsachen:

  1. Gütesiegel und Kennzeichen
    Achten Sie auf GS-Zeichen, Proof-Zeichen und „LGA Tested Quality“ Zertifkat. Für Elektrospielzeug ist das VDE-Siegel entscheidend. Die rote „spiel gut“-Plakette kennzeichnet pädagogisch wertvolles Spielzeug, das zusätzlich auf Umweltverträglichkeit überprüft wurde.
  2. Testergebnisse
    Vergewissern Sie sich vor dem Kauf, ob bereits Testergebnisse über das jeweilige Produkt vorliegen: Die Verbrauchertests der Stiftung Warentest finden Sie auf www.test.de, österreichische Testergebnisse auf www.konsument.at.
  3. Beratung
    Setzen Sie auf die Expertise von Fachleuten und lassen Sie sich im Spielzeughandel beraten. Nutzen Sie die Gelegenheit, das Spielzeug selbst in die Hand zu nehmen und sich vor Ort davon zu überzeugen, dass das Produkt schadstofffrei und altersgemäß ist.
  4. Geruch
    Vertrauen Sie auch beim Kauf von Spielzeug Ihren Sinnen. Riecht das Spielzeug neutral oder dominiert der Geruch von Chemikalien? Ein wahrnehmbarer Geruch kann auf gesundheitsschädigende Lösungsmittel hinweisen. Auch parfümierte Teddys oder Puppen sollten Sie lieber im Laden lassen, denn einige Duftstoffe lösen Allergien aus.
  5. Verarbeitung
    Achten Sie darauf, dass das Spielzeug keine scharfen oder spitzen Kanten aufweist. Holzspielzeug sollte glatt und gut verarbeitet sein, damit sich keine Splitter lösen. Klappbare Einzelteile sollten Sie gerade bei Babys und Kleinkindern vermeiden, um keine Quetschungen zu riskieren.
  6. Lackierte Oberflächen
    Gerade Produkte für kleinere Kinder sollten abwaschbar sein. Achten Sie darauf, dass lackierte Teile schweiß- und speichelfest sind. Kaufen Sie auf keinen Fall, wenn beim Rubbeln mit dem angefeuchtetem Daumen Farbe abgeht.
  7. Plastik ist nicht gleich Plastik
    Wenn Sie Spielwaren aus ABS-Kunststoff wählen, entscheiden Sie sich für unbedenkliches Material. Meiden sollten Sie PVC-Produkte, die oft schädigende Weichmacher enthalten. Ein Blick auf das Spielzeug selbst hilft Ihnen bei Ihrer Wahl: Ein auf dem Plastik aufgebrachtes Dreieck informiert über die Zusammensetzung. An der 03 erkennen Sie das gefährliche PVC.
  8. Lärm
    Rasseln und Instrumente, die ein Erwachsener als zu laut empfindet, sind auch nichts für empfindliche Kinderohren. Bei lärmenden Produkten sollten Sie unbedingt die Altersangabe beachten.
  9. Kleinteile nur über drei Jahre
    Spielzeug, das kleiner ist als ein Tischtennisball, ist ungeeignet für Kleinkinder unter drei Jahren. Achten Sie auch darauf, dass das Produkt keine verschluckbaren Kleinteile oder herausnehmbare Batterien enthält. Wenn etwa eine Babyrassel Kleinteile enthält, sollten Sie die Verarbeitung prüfen. Achten Sie beim Kauf solcher Geschenke unbedingt auf die Altersangabe „Nicht geeignet für Kinder unter drei Jahren“.
  10. Vorsicht bei Billigprodukten
    Günstige Spielsachen sind oft weniger gut verarbeitet und damit auch weniger sicher. Bei Billigprodukten ist die Gefahr, auf gefälschte Prüfsiegel zu stoßen, ebenfalls größer. Gefälschte Siegel lassen sich aber in vielen Fällen leicht erkennen: Das GS-Siegel etwa ist immer mit dem Zeichen des jeweiligen Prüfinstituts angebracht. Fehlt dieses Zeichen, ist das Siegel gefälscht.Wenn Sie selbst mangelhaftes oder gefährliches Spielzeug entdeckt haben, können Sie es unter www.icsms.org melden: RAPEX, das Informationssystem der Europäischen Marktüberwachungsbehörde, sammelt entsprechende Hinweise. Die Behörden gehen Ihren Hinweisen nach, überprüfen die Produkte und veranlassen im Bedarfsfall Rückrufaktionen.